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Prognoseparameter bei Patienten mit einer Kollagenose/rheumatoiden Arthritis - Unterschiede zwischen Gruppen mit und ohne pulmonalarterielle Hypertonie

  • Ziel unserer Untersuchungen war es insbesondere, für die Patienten mit einer rheumatologischen Grunderkrankung Faktoren zu finden, welche prognostische Relevanz in Hinblick auf das weitere Überleben aufweisen, und diese für die Patienten mit und ohne PAH zu vergleichen. Im Rahmen der deskriptiven Betrachtung ließ sich erkennen, dass die von uns erhobenen Daten der Patienten mit einer PAH auch im internationalen Vergleich mit ähnlichen Patientengruppen keine großen Abweichungen in den Untersuchungsergebnissen zeigten. Auch im Hinblick auf das Überleben reihten sich unsere Ergebnisse in die Vergleichsdaten ein. Mit Blick auf den Vergleich der 3 Gruppen - mit PAH, mit grenzwertig erhöhtem mPAP und ohne PAH - stellten wir fest, dass zwar die Patienten mit PAH gegenüber den Patienten ohne diese Erkrankung in vielen Parametern schlechtere Werte aufwiesen, jedoch konnte diese Tendenz für die mittelständige Gruppe nicht durchweg bestätigt werden. Hier ist jedoch noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Gruppe mit grenzwertig erhöhtem mPAP (21 bis 24 mmHg) in unserer Arbeit nur durch 7 Patienten vertreten war und damit in ihrer Aussagekraft stark eingeschränkt ist. In der univariaten Analyse zeigte sich eine Vielzahl an signifikanten Prognoseparametern in der Gesamtgruppe. Insbesondere die spiroergometrische Untersuchung, aber auch die Untersuchung der Lungenfunktion und die Echokardiographie wiesen Werte auf, die für die Prognose der Patienten in der Gesamtgruppe eine signifikante Vorhersagekraft hatten. In der spiroergometrischen Untersuchung konnten hier unter anderen Werten der VO2max-Wert und die Werte der ventilatorischen Effizienz (EqCO2 und PETCO2) sowie Belastungsdauer und RRsys/dia bestätigt werden, die schon in vorherigen Studien prognostische Relevanz zeigten. Hämodynamisch zeigten sich außer PVR, TPG, ZVD, PAP und SAP auch die Blutgasanalysen mit venSO2, artSO2 und artpO2 bedeutsam. Lungenfunktionsuntersuchung und Echokardio-graphie zeigten Signifikanzen für die Parameter VC, FVC, FEV1, PEF, MEF 75/50, RV/TLC und die Diffusionskoeffizienten TLCO und KCO, sowie TAPSE, RVEDD, LVESD und sysΔPmax. Die Laborparameter ließen keine Aussage über die weitere Prognose zu. Aus der Vielzahl der Prognoseparametern in der univariaten Analyse konnte lediglich der mPAP als unabhängiger prognostischer Parameter auch in der multivariablen Analyse bestehen. Im Rahmen der ROC-Analyse zeigte sich für unsere Patienten als optimaler Grenzwert für die weitere Differenzierung des Überlebens ein mPAP von 24 mmHg. Auch wenn die Abweichung von dem bisher gültigen Grenzwert von 25 mmHg für die Diagnose einer pulmonalen Hypertonie nur gering ist, so ist dies doch als Hinweis zu werten, dass gerade bei risikobelasteten Patientengruppen auch grenzwertige mPAP-Erhöhungen ernst genommen werden sollten. Entsprechend der aktuellen Empfehlungen sehen wir darin einen weiteren Hinweis, dass gerade bei Patienten mit Kollagenosen/rheumatoider Arthritis engmaschige Kontrollen erfolgen sollten, um einen frühen Therapiebeginn zu ermöglichen und so die Mortalität zu senken.
  • The aim of our investigations was in particular to find factors linked to the prognosis of overall survival for patients with underlying rheumatologic disease and to compare survival factors for patients with and without pulmonary arterial hypertension (PAH). Considering descriptive statistics, our data showed findings similar to those in international studies of comparable patient groups. Our survival rates also matched comparison data. Comparing the three groups of patients, with PAH, with borderline PAH and without PAH, we detected that the test results for patients with PAH were less favourable than for patients without PAH. However, this tendency was not consistently confirmed for patients with borderline PAH. Due to the small number of only 7 patients with a borderline elevated mPAP (21-24mmHg), statistical significance of this data is limited. Univariate analysis showed a large number of predictive parameters that are statistically significant for overall survival in the collective group. Especially cardiopulmonary exercise testing, pulmonary function tests and echocardiography produced data with significant prognostic relevance for these patients. We were able to confirm some results that showed prognostic relevance in earlier studies, for instance VO2max, EqCO2, PETCO2, RRsys/dia and loading time. Right heart catheterization also revealed the importance of PVR, TPG, ZVD, PAP and SAP as well as blood gas analysis with venSO2, artSO2 und artpO2. Pulmonary function tests and echocardiography showed significance for VC, FVC, FEV1, PEF, MEF 75/50, RV/TLC and the diffusion coefficients TLCO und KCO, as well as TAPSE, RVEDD, LVESD and sysΔPmax. The laboratory parameters we gathered did not allow any prediction regarding survival rates. Among the numerous factors we determined as prognostically relevant in univariate analysis, mean arterial pressure was the only characteristic variable to independently predict further survival. ROC-analysis revealed a mean pulmonary pressure of 24mmHg as the best possible value to differentiate further survival. This value does not differ widely from the common value that is required for the diagnosis of pulmonary hypertension. Nevertheless, this result still indicates that borderline elevation of mean pulmonary arterial pressure should be taken serious. Especially for patients with connective tissue disease/rheumatoid arthritis we suggest continuous screening tests to ensure therapy at an early stage of disease and to reduce mortality.

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Metadaten
Author: Sabine Sophie Gorbaczewski
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-40820
Title Additional (English):Prognostic parameters in patients with connective tissue disease/rheumatoid arthritis - differences between groups with and without pulmonary arterial hypertension
Referee:Prof. Dr. med. Ralf Ewert, PD Dr. med. Hans-Jürgen Seyfarth
Advisor:Prof. Dr. med. Ralf Ewert
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2020
Date of first Publication:2020/11/03
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2020/09/21
Release Date:2020/11/03
Tag:Pulmonal-arterielle Hypertonie
GND Keyword:Pulmonale Hypertonie , Bindegewebskrankheit , Rheumatoide Arthritis
Pagenumber:105
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit