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Ist anhaltende Eruption der Zähne assoziiert mit parodontal-pathologischen Parametern? Eine prospektive Kohortenstudie über 16 Jahre

  • In der wissenschaftlichen Literatur wurde wiederholt beschrieben, dass sich Zähne auch nach Abschluss der physiologischen Eruption in geringem Maße weiter vertikal aus dem Zahnhalteapparat bewegen. Diese anhaltende Eruption könnte mit Erkrankungen des Zahnhalteapparats in Wechselwirkung stehen und sich auf klinisch messbare Parameter von Parodontopathien auswirken. Die vorliegende Arbeit untersucht Vorliegen und Ausmaß der anhaltenden Eruption und mögliche Zusammenhänge mit gemessenen parodontalen Variablen in der populationsbasierten Kohortenstudie Study of Health in Pomerania (SHIP). Dazu wurden in einem longitudinalen Studiendesign (Follow-up nach 16 Jahren) digitalisierte Modelle des Oberkiefers sowie Taschentiefen, Attachmentverlust, Gingivahöhe und Zahnverlust im Oberkiefer von 140 Probanden analysiert. Auf den digitalisierten Modellen wurden Messpunkte an alle Zähne (in die palatinalen Grübchen der Frontzähne sowie Okklusalflächen der Seitzähne) und stabile anatomische Strukturen des distalen Gaumens gesetzt, welche sich innerhalb der 16 Jahre nicht verändert hatten. Es wurden drei Okklusionsebenen über die Punkte von je zwei kontralateralen Seitzähnen und einem Frontzahn definiert. Die anhaltende Eruption wurde anschließend als Veränderung des Abstands zwischen den Okklusionsebenen und den Fixpunkten im harten Gaumen über den Beobachtungszeitraum gemessen. Zur Ermittlung möglicher Assoziationen zu den Veränderungen der parodontalen Messwerte wurden Regressionsanalysen durchgeführt und Regressionskoeffizienten (B), 95%-Konfidenzintervalle (95% CI) sowie p-values ermittelt. Es konnte eine anhaltende Eruption von durchschnittlich 0,33 mm über 16 Jahre nachgewiesen werden, was einer Eruptionsrate von 0,021 mm/Jahr entspricht. Bei 4 der 140 Probanden trat eine anhaltende Eruption >1 mm auf. In der Gesamtstichprobe zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen anhaltender Eruption und Abnahme der Gingivahöhe (B = -0,34; 95% CI: -0,65; -0,03). In einer Teilstichprobe unter Ausschluss von Probanden mit Zahnverlust wurde eine negative Korrelation zwischen anhaltender Eruption und der Veränderung der Taschentiefen ermittelt, allerdings nicht in allen statistischen Modellen. Die vorliegende Arbeit weist eine anhaltende Eruption im Oberkiefer nach, welche zu einer Abnahme der Gingivahöhe führen kann.
  • The aims of this study were to 1) determine if continuous eruption occurs in the maxillary teeth, 2) assess the magnitude of the continuous eruption, and 3) evaluate the effects of continuous eruption on the different periodontal parameters by using data from the population-based cohort of the Study of Health in Pomerania (SHIP). The jaw casts of 140 participants from the baseline (SHIP-0) and 16-y follow-up (SHIP-3) were digitized as 3-dimensional models. Robust reference points were set to match the tooth eruption stage at SHIP-0 and SHIP-3. Reference points were set on the occlusal surface of the contralateral premolar and molar teeth, the palatal fossa of an incisor, and the rugae of the hard palate. Reference points were combined to represent 3 virtual occlusal planes. Continuous eruption was measured as the mean height difference between the 3 planes and rugae fix points at SHIP-0 and SHIP-3. Probing depth, clinical attachment levels, gingiva above the cementoenamel junction (gingival height), and number of missing teeth were clinically assessed in the maxilla. Changes in periodontal variables were regressed onto changes in continuous eruption after adjustment for age, sex, number of filled teeth, and education or tooth wear. Continuous tooth eruption >1 mm over the 16 y was found in 4 of 140 adults and averaged to 0.33 mm, equaling 0.021 mm/y. In the total sample, an increase in continuous eruption was significantly associated with decreases in mean gingival height (B = −0.34; 95% CI, −0.65 to −0.03). In a subsample of participants without tooth loss, continuous eruption was negatively associated with PD. This study confirmed that continuous eruption is clearly detectable and may contribute to lower gingival heights in the maxilla.

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Metadaten
Author: Conrad Wiedemann
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-57335
Title Additional (English):Is Continuous Eruption Related to Periodontal Changes? A 16-Year Follow-up
Referee:Prof. Dr. med. dent. Thomas Kocher, Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen
Advisor:Prof. Dr. med. dent. Thomas Kocher
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2021
Date of first Publication:2021/11/22
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2021/10/25
Release Date:2021/11/22
Tag:Gingivarezession; anhaltende Eruption
continuous eruption; gingival recession
GND Keyword:Zahnmedizin, Parodontologie
Page Number:43
Faculties:Universitätsmedizin / Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit