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Untersuchung von Mitarbeiter*innen zahnärztlicher Praxen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern auf das Vorkommen von Methicillin-sensiblem und -resistentem S. aureus im Vestibulum nasi (StaphDent Studie)

  • Hintergrund: Wie in vielen anderen Bereichen der Medizin kann ein Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) auch zahnmedizinisches Personal sowie ihre Patient*innen besiedeln. Studien zur Prävalenz von MRSA und Methicillin-sensiblem S. aureus (MSSA) bei dieser Berufsgruppe sowie zum Trageverhalten bei persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sind jedoch rar. Ziel: Es wurde eine Beobachtungsstudie (StaphDent Studie) durchgeführt, um die Prävalenz von MRSA und MSSA bei Zahnärzt*innen und zahnärztlichem Personal in der Region Mecklenburg-Vorpommern zu bestimmen. Des Weiteren sollte die Compliance zum Einhalten der Hygienemaßnahmen anhand des Trageverhaltens von PSA ausgewertet werden, um daraus mögliche Rückschlüsse in Bezug auf die Prävalenz von MRSA und MSSA ableiten zu können. Methoden: Von Zahnärzt*innen (n= 149), zahnärztlichem Personal (n= 297) sowie von weiteren Praxisangestellten wurden zum größten Teil im Selbsttestverfahren Nasenabstriche entnommen. Es erfolgte die Auswertung im Fachbereich Mikrobiologie. Die klonale Verwandtschaft der MSSA-Isolate wurde durch spa-Typisierung und in einigen Fällen durch Ganzgenomsequenzierung charakterisiert. Die Verwendung von PSA wurde anhand eines Fragebogens ermittelt. Ergebnisse: Während 23,7% (115/485) der Teilnehmenden mit MSSA kolonisiert waren, konnte MRSA in keiner der Proben nachgewiesen werden. Die MSSA-Prävalenz steht in keinem statistischen Zusammenhang mit der Praxisgröße, dem Geschlecht, dem Alter oder der Dauer der Beschäftigung. Die identifizierten 61 spa-Typen ließen sich 17 klonalen Komplexen und vier Sequenztypen zuordnen. Die meisten spa-Typen (n= 51) wurden nur einmal nachgewiesen. In 10 Zahnarztpraxen trat ein spa-Typ zweimal auf. Die Ganzgenomsequenzierung bestätigt eine enge klonale Beziehung für 4/10 dieser Isolatpaare. PSA wurde von den meisten Zahnärzt*innen und ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen regelmäßig verwendet. Schlussfolgerung: Der fehlende Nachweis von MRSA spiegelt die geringere MRSA-Prävalenz in dieser Berufsgruppe wider. Das zum größten Teil konsequente Tragen der PSA und die damit verbundene hohe Compliance bei der Einhaltung der Hygienemaßnahmen scheinen für dieses Ergebnis ursächlich zu sein.
  • Methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) can colonize dental patients and students, however, studies on the prevalence of MRSA and methicillin-susceptible S. aureus (MSSA) among dental health care workers (DHCW) including use of personal protective equipment (PPE) are scarce. We conducted an observational study (StaphDent study) to (I) determine the prevalence of MRSA and MSSA colonization in DHCW in the region of Mecklenburg Western-Pomerania, Germany, (II) resolve the S. aureus population structure to gain hints on possible transmission events between co-workers, and (III) clarify use of PPE. Nasal swabs were obtained from dentists (n = 149), dental assistants (n = 297) and other dental practice staff (n = 38). Clonal relatedness of MSSA isolates was investigated using spa typing and, in some cases, whole genome sequencing (WGS). PPE use was assessed by questionnaire. While 22.3% (108/485) of the participants were colonized with MSSA, MRSA was not detected. MSSA prevalence was not associated with size of dental practices, gender, age, or duration of employment. The identified 61 spa types grouped into 17 clonal complexes and four sequence types. Most spa types (n = 47) were identified only once. In ten dental practices one spa type occurred twice. WGS data analysis confirmed a close clonal relationship for 4/10 isolate pairs. PPE was regularly used by most dentists and as sistants. To conclude, the failure to recover MRSA from DHCW reflects the low MRSA prevalence in this region. Widespread PPE use suggests adherence to routine hygiene protocols. Compared to other regional HCW MRSA rates the consequent usage of PPE seems to be protective.

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Metadaten
Author: Nadine Lerche
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-58425
Title Additional (English):Staphylococcus aureus nasal colonization among dental health care workers in Northern Germany (StaphDent study)
Referee:Prof. Dr. Axel Kramer, Prof. Dr. Nico Mutters
Advisor:Prof. Dr. Axel Kramer
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2021
Date of first Publication:2022/01/06
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2021/12/16
Release Date:2022/01/06
GND Keyword:Staphylococcus aureus, MRSA, MSSA, Zahnmedizin, Mecklenburg Vorpommern
Page Number:116
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Hygiene und Umweltmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit