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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-36576

Biomarker bei Adipositas unter besonderer Berücksichtigung der Neuronen-spezifischen Enolase

  • Adipositas stellt weltweit ein zunehmendes Problem dar. Es besteht kein Zweifel an den systemischen schädlichen Auswirkungen des übermäßigen Körperfetts. Auch das Nervensystem ist von den pathologischen Prozessen betroffen, die durch Adipositas angestoßen werden. Die genauen Mechanismen, die diesen Prozessen zugrunde liegen, sind noch unklar. Auch gibt es bislang keine klinisch etablierten Biomarker, die eine gezielte Diagnostik und ein Therapiemonitoring der neuronalen Schäden ermöglichen. NSE ist ein Marker für Neurodestruktion. Bei Adipositas und Demenz weisen Studien auf das Potenzial von NSE als Marker für die zerebralen Auswirkungen dieser Erkrankungen hin. Daher behandelt diese Dissertation die Zusammenhänge zwischen NSE, BMI, GMV und Alter. Darüber hinaus wurde die Assoziation zwischen dem weiteren Biomarker BDNF sowie Vitamin D und Adipositas untersucht. Die Daten wurden im Rahmen der SHIP-Studie in einer Teilstichprobe (SHIP-TREND) erhoben. Es zeigten sich altersabhängig geschlechtsspezifische Unterschiede der NSE- Spiegel. Während bei Frauen die NSE-Werte im Alter anstiegen, sanken sie bei Männern. Zwischen NSE-Werten und BMI fand sich eine parabolische Assoziation mit fallenden NSE-Werten ab einem BMI ≥25 kg/m². Kein Zusammenhang fand sich zwischen NSE und GMV, Alter und magnetresonanz-tomographischen Mustern der Gehirnalterung. Zwischen Vitamin D und Adipositas fand sich eine inverse Assoziation, zwischen BDNF und der WHR ein U-förmiger Zusammenhang. Als zugrunde liegende Pathomechanismen werden geschlechtsspezifische Unterschiede der Hirnalterung, neuronale Degeneration, Veränderungen des neuronalen Glukosemetabolismus und der neuronalen Differenzierung sowie Neuroinflammation diskutiert. Im Einklang mit der aktuellen Studienlage kann im Frühstadium von Adipositas eine akute neuronale Schädigung angenommen werden. Jedoch scheint das Fortschreiten und Andauern von Adipositas tiefgreifende Veränderungen durch das überschüssige Körperfett anzustoßen, die sich auf neuronaler Ebene manifestieren. Weitere Studien zur Evaluierung von Biomarkern bei Adipositas sind nötig, um klinisch wirksame Handlungsstrategien entwickeln zu können. Die zukünftige Erfassung von Biomarkern bei Adipositas im klinischen Alltag könnte so die Therapieadhärenz von Patienten verbessern und durch gezielte Interventionen bei Risikopatienten ein Fortschreiten neuronaler Schäden verhindern.
  • Serum neuron-specific enolase (sNSE) is considered a marker for neuronal damage, related to gray matter structures. Previous studies indicated its potential as marker for structural and functional damage in conditions with adverse effects to the brain like obesity and dementia. In our study, sNSE levels were not associated with total GMV, aging, or AD-like patterns. Pathomechanisms discussedare: sex-specific hormonal differences, neuronal damage/differentiation, or impaired cerebral glucose metabolism.

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Metadaten
Author: Johanna Cathrin Hoffmann
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-36576
Title Additional (German):Biomarkers in the field of obesity with special regard to neuron-specific enolase
Referee:PD Dr. Deborah Janowitz, Prof. Dr. Carsten Spitzer
Advisor:PD Dr. Deborah Janowitz
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2020
Date of first Publication:2020/05/05
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2020/04/27
Release Date:2020/05/05
Tag:Adipositas; neuronen-spezifische Enolase
GND Keyword:Stoffwechselkrankheit
Page Number:55
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit