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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001313-9

Die inverse Assoziation zwischen Testosteronkonzentrationen und inzidenter arterieller Hypertonie sowie Veränderungen im Blutdruck beim Mann

  • Die arterielle Hypertonie (aHT) ist einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Der Zusammenhang zwischen Testosteronkonzentrationen und aHT sowie den jeweiligen Risikofaktoren und dem Risiko der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen wurde in unterschiedlichen Studien, zum Großteil Querschnittsstudien, untersucht, wobei diese zu widersprüchlichen Ergebnissen kamen. Die vorliegende Arbeit beschreibt die längsschnittliche Assoziation zwischen Testosteronkonzentrationen und dem Risiko der inzidenten aHT sowie Blutdruckveränderungen über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren. Datengrundlage bildet die Study of Health in Pomerania (SHIP), eine populationsbasierte Studie im Nordosten Deutschlands. Daraus wurden für die vorliegende Arbeit 1484 Männer im Alter von 20-79 Jahren untersucht. Es erfolgte die Erfassung der Blutdruckwerte und die Bestimmung der Testosteronkonzentration mittels Chemilumineszenz-Immunoassay. Zur statistischen Analyse wurden längsschnittliche Regressionsmodelle verwendet und für Alter, körperliche Aktivität, Alkoholkonsum, Rauchverhalten und Bauchumfang adjustiert. Während des Beobachtungszeitraums stieg die Prävalenz der inzidenten aHT von 50.6% auf 57.1% an. Männer mit einer inzidenten aHT zeigten sowohl zu Beginn als auch am Ende des Beobachtungszeitraums signifikant erniedrigte Testosteronkonzentrationen. Im Gegensatz zu Männern mit höheren Testosteronkonzentrationen war bei Männern mit Testosteronkonzentrationen im niedrigsten Quartil das Risiko einer inzidenten aHT erhöht [odds ratio (OR), 1.19 (95% Konfidenzintervall (CI), 1.10-1.28)]. Darüber hinaus fand sich eine inverse Assoziation zwischen Testosteronkonzentrationen und den einzelnen Blutdruckparametern. Männer mit Testosteronkonzentrationen im niedrigsten Quartil zeigten eine leichte Abnahme des systolischen (-6.01 mmHg) und diastolischen (-2.11 mmHg) Blutdrucks sowie des Pulsdrucks (-3.98 mmHg). Ob Testosteron den Blutdruck direkt über Effekte auf das Endothel der Gefäße oder indirekt über die Beziehung auf die kardiovaskulären Risikofaktoren beeinflusst, kann durch die vorliegende Studie nicht geklärt werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass erniedrigte männliche Testosteronkonzentrationen die Entstehung einer inzidenten aHT vorhersagen. Die potenzielle Rolle niedriger Testosteronkonzentrationen als Biomarker für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko des Mannes muss in weiteren Studien untersucht werden.
  • Studies on the relationship between testosterone concentrations and blood pressure have yielded inconsistent results. Therefore, this study investigated the prospective association of total testosterone (TT) concentrations with risk of incident hypertension and blood pressure change in 1484 men aged 20–79 years. Data from the population-based Study of Health in Pomerania, Germany, were used. Serum TT concentrations, measured by chemiluminescent enzyme immunoassays, were categorised into age-specific quartiles. Generalised Estimating Equation (GEE) models, adjusted for age, waist circumference, physical activity, smoking and alcohol consumption were specified. During a median follow-up time of 5.0 years, the prevalence of hypertension increased from 50.6% to 57.1%. TT concentrations were significantly lower in men with baseline and incident hypertension. Analyses revealed that men with baseline TT concentrations in the lowest quartile had an increased risk of incident hypertension (odds ratio (OR), 1.19 (95% CI, 1.10–1.28)) compared to men with higher TT concentrations. Furthermore, we found a significant inverse association of TT concentrations and blood pressure, showing that men with baseline TT concentrations in the lowest quartile showed the slightest change in systolic blood pressure (76.01 mmHg), diastolic blood pressure (72.11 mmHg) and pulse pressure (73.98 mmHg). Sensitivity analyses in a subpopulation of men without antihypertensive medication confirmed these findings. These results show that low male TT concentrations are predictive of hypertension, suggesting TT as a potential biomarker of increased cardiovascular risk.

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Metadaten
Author: Sarah Julia Torkler
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001313-9
Title Additional (English):Inverse association between total testosterone concentrations, incident hypertension and blood pressure in men
Advisor:Prof. Dr. Henri Wallaschofski
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2012/10/15
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2012/09/24
Release Date:2012/10/15
GND Keyword:Blutdruck, Hypertonie, Testosteron
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit