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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-002521-7

Studie zur Bewertung der Verwendung von Stahlkronen bei kariösen Milchzähnen in Deutschland

  • Es gibt Hinweise, dass die konfektionierte Stahlkrone bei der Restauration von kariösen Milchzähnen trotz der Kostenübernahme durch Krankenkassen, einer exzellenten Erfolgsrate und einer Empfehlung der DGZMK in Deutschland kaum eingesetzt wird. Ziel der vorliegenden Studie war es daher, den Umfang des Einsatzes von Stahlkronen bei niedergelassenen Zahnärzten und bei Spezialisten für Kinderzahnheilkunde abzuschätzen und Gründe für eine Nichtanwendung zu eruieren. Neben einer Befragung der Verantwortlichen für Kinderzahnheilkunde an den deutschen Universitäten (Responsrate 85%, n = 23) wurden 267 Zahnärzte und Zahnärztinnen als repräsentative Stichprobe nach Kammerbezirken ausgewählt und telefonisch kontaktiert. 104 (Responsrate: 39%) waren zu einem Interview bereit (68% weiblich, 32% männlich), davon 42 (mit einer Spezialisierung Kinderzahnheilkunde (86% weiblich, 14% männlich). Dabei ergab sich, dass die konfektionierte Stahlkrone im Praxisalltag bei Allgemeinzahnärzten nicht routinemäßig etabliert ist. Zahnärzte mit einem Tätigkeitsschwerpunkt Kinderzahnheilkunde nutzen sie dagegen mit deutlicher Mehrheit (69%). Durch die Bereitschaft zur Beantwortung der Fragen ergab sich eine deutliche Verschiebung in Richtung weibliches Geschlecht und Spezialisierung Kinderzahnheilkunde, was ebenfalls Hinweise auf eine eventuelle Nutzung gibt. Die Dauer der bisherigen zahnärztlichen Tätigkeit hatte keine Einfluss auf die Nutzung von Stahlkronen (p>0,05). Die gewonnenen Ergebnisse machen deutlich, dass die Stahlkrone in Deutschland kaum Verwendung findet, was auch den KZBV [2014] Abrechnungsdaten entspricht, obwohl die Überlegenheit der Stahlkrone gerade bei mehrflächig kariösen Milchzähnen gegenüber einer konventionellen Füllung eindeutig belegt sind. Als Gründe wurden vorrangig ästhetische Vorbehalte durch die Eltern oder der Patienten genannt. Ein wesentlicher Grund könnte in der Ausbildung der Zahnärzte liegen, da auch an den Universitäten die Stahlkrone mehrheitlich zwar theoretisch gelehrt wird, aber häufig nicht praktisch trainiert wird. Die Hall-Technik hat sich an den Universitäten noch nicht durchgesetzt (22% Einsatz). Für die Zukunft könnte es sinnvoll sein, in Fortbildungen verstärkt die Stu-dienergebnissen zur Füllung und Stahlkrone zu kommunizieren und so die Bedenken auf Seiten der behandelnden Zahnärzte zu reduzieren. In den Universitäten wäre ein verstärktes praktisches Training bei der Eingliederung von Stahlkronen im Studentenunterricht sinnvoll und eine Auseinandersetzung mit der Hall-Technik.
  • There is some evidence that the prefabricated stainless steel crown is only poorly used in Germany in the restorative treatment of carious primary teeth although costs are covered by health insurances, success rates are excellent, and the German Association for Dental, Oral and Orthodontic Health (DGZMK) recommends this treatment. Hence, this study aims to estimate to which extent registered doctors and specialists in pediatricdentistry use stainless steel crowns and to determine reasons for nonuse. Besides surveying responsible pediatric dentists in German universities (response rate 85 %, n = 23), 267 male andfemale dentists were selected as representative sample according to their Medical Chamber andcontacted directly by phone. 104 (response rate 39 %) dentists agreed to be interviewed (68 % female, 32 % male) of which 42 (86 % female, 14 % male) were specialists in pediatric dentistry. In the daily practice routine of general dentists the prefabricated stainless steel crown is not established. In contrast, pediatric dentists apply these crowns with a large majority (69 %).By being willing to answer the questions a noticeable shift towardsfemale gender and specialization in pediatric dentistry resulted and this delivers hints of possible use.The duration of dental activities so far did not influence the utilization of stainless steel crowns (p > 0.05). The current results reveal that stainless steel crowns are seldom used in Germany, matching the account data of the KZBV [2014], although a significant superiority of stainless steel crowns over conventional fillings in primary teeth with multiple and extensive carious lesions is clearly documented. Reasons named were mainly aestheticconcerns by the parents or the patients. One main reason may be found in the education of the dentists as also at universities the stainless steel crown is taught in theory by the majority but often not trained in practice. The Hall Technique is not yet established at universities (22 % use). In the future it might be useful to intensify the communication about the research results of fillings and stainless steel crowns in advanced trainings and thereby reduceconcerns by the treating dentists. An increased practical training about stainless steel crowns in the students’ lessons at universities as well as an examination of the Hall Technique would be reasonable.

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Metadaten
Author: Laura Pawlowitz
URN:urn:nbn:de:gbv:9-002521-7
Title Additional (English):Trial on the application of stainless steel crowns for decayed primary teeth in Germany
Advisor:Prof. Dr. Christian H. Splieth
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2016/05/17
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2016/03/23
Release Date:2016/05/17
Tag:Therapie, konfektionierte Stahlkronen
stainless steel crown
GND Keyword:Deutschland, Karies, Kinderzahnheilkunde, Milchgebiss, Milchzahn, Stahl, Universität, Versorgung, Verteilung, Verwendung, Zahnkrone
Faculties:Universitätsmedizin / Poliklinik für Kieferorthopädie, Präventive Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit