Volltext-Downloads (blau) und Frontdoor-Views (grau)
The search result changed since you submitted your search request. Documents might be displayed in a different sort order.
  • search hit 2 of 10
Back to Result List

Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-38232

Langzeitbetrachtung der klinischen Wirksamkeit, venösen Hämodynamik und postoperativen Komplikationen von phlebochirurgischen Eingriffen

  • Hintergrund Die chronisch venöse Insuffizienz (CVI) ist eines der häufigsten Krankheitsbilder weltweit. Die Prävalenz der CVI steigt mit zunehmendem Alter und ist aufgrund von Schmerzen, reduzierter körperlicher Funktion und Mobilität mit einer reduzierten Lebensqualität verbunden. Symptomatische CVI mit Ulcus cruris venosum als Endstadium indiziert einen phlebochirurgischen Eingriff um den venösen Reflux auszuschalten und somit eine Ulcusabheilung zu fördern sowie ein Ulcusrezidiv zu vermeiden. Nach unserem Kenntnisstand gibt es bisher keine Studie, die in einer Patientenkohorte offen-chirurgische Eingriffe in Bezug auf die Komplikationsentwicklung, venöse Hämodynamik und perioperative Beschwerdeentwicklung untersucht. Dies erfolgte in einem retrospektivem, monozentrischem Studiendesign, an unserer Universitätsklinik in Greifswald. Methode Daten von n= 429 Patienten (467 Extremitäten), die einen operativen Eingriff am Venensystem erhielten, wurden von 2009-2013 eingeschlossen. Art und Anzahl an Komplikationen wurden auf einen möglichen Einfluss von demographischen Parametern, Co- Morbiditäten und Medikation und therapieabhängigen Faktoren untersucht. Komplikationen wurden in die Gruppen: no events (NE) = keine Komplikationen; neglectable adverse events (NAE) = leichte Komplikationen; non-neglectable adverse events (NNAE) = mittelschwere Komplikationen und serious adverse events (SAE) = schwere/ lebensbedrohliche Komplikationen unterteilt. CVI-bedingte Beschwerden wurden mit Hilfe eines Fragebogens sowie der Dokumentation zu den Verlaufskontrollen analysiert. Bei allen Patienten wurden die prä- sowie postoperative Venenfunktion evaluiert, hierbei wurde zusätzlich eine Subgruppenanalyse hinsichtlich der Komplikationen durchgeführt. Ergebnisse In 130 (27,84%) Extremitäten von 467 (von 429 Patienten) wurden postoperative Komplikationen observiert, hierunter 64 (13,7%) NAE, 66 (14,14%) NNAE and 0 SAE. 29 (6,76%) Patienten entwickelten eine postoperative Wundinfektion (SSI), wobei 4 dieser Patienten (0,9%) eine Sepsis erlitten. Abgesehen von einem Fall mit intraoperativer Nervenschädigung, die über den Beobachtungszeitraum hinaus bestehen blieb, waren alle Komplikationen innerhalb von 12 Monaten regredient. Patienten mit mittelschweren Komplikationen (NAE) hatten einen höheren BMI (p = 0.003), eine höhere Wahrscheinlichkeit an einem Diabetes mellitus Typ II zu leiden (p <0.001) und häufiger Co- Morbiditäten, die zur Einnahme von thrombozytenhemmender oder gerinnungshemmender Medikation führen (p < 0.001). Das metabolische Syndrom als auch die Einnahme von thrombozytenhemmender oder gerinnungshemmender Medikation konnte als unabhängiger Risikofaktor für die Komplikationsentwicklung analysiert werden. Patienten, die eine Stripping-Operation der Vena saphena magna erhielten, hatten ein 8-fach höheres Risiko eine Muskelvenenthrombose zu entwickeln. Eine Stripping-Operation bis zum distalen Insuffizenzpunkt war mit einem erhöhten Risiko für postoperative Sensibilitätsstörungen verbunden. Postoperativ zeigten sich Beschwerden wie Schmerzen (p < 0.001), Schwellung (p < 0.001) und Juckreiz (p = 0.003) signifikant gebessert. Ungeachtet der Komplikationsentwicklung zeigte sich eine signifikante Besserung der Venenfunktion nach 6- Wochen und einem Jahr postoperativ (p < 0.05). Eine Besserung der Venenfunktion ging einher mit einem Beschwerderückgang. Schlussfolgerung Patienten mit metabolischem Syndrom oder einer thrombozytenehmmenden bzw. gerinnungshemmenden Therapie sollten einen operativen Eingriff unter stationären Bedingungen erhalten und regelmäßig verlaufskontrolliert werden. Insbesondere Patienten mit Stripping-Operation der Vena saphena parva sollten eine postoperative Heparinprophylaxe erhalten. Eine Stripping-Operation bis zum distalen Insuffizienzpunkt war mit einer höheren Rate an postoperativen Sensibilitätsstörungen verbunden, diese zeigte sich in unseren Patienten in fast allen Fällen innerhalb von 12 Monaten rückläufig. Ungeachtet der Komplikationsentwicklung profitierten die Patienten von einem Eingriff da sich sowohl die Venenfunktion als auch Beschwerden besserten.

Download full text files

Export metadata

Additional Services

Share in Twitter Search Google Scholar

Statistics

frontdoor_oas
Metadaten
Author:Dr.med. Misbah Ahmed
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-38232
Title Additional (English):Long-term outcome of open surgery in CVI patients concerning postoperative complications, perioperative hemodynamics and clinical efficacy, Part I, Part II
Referee:Prof. Dr. med. Michael Jünger, Prof. Dr. med. Hans Martin Häfner
Advisor:Prof. Dr. med. Michael Jünger
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2019
Date of first Publication:2020/06/29
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2020/05/14
Release Date:2020/06/29
Tag:Phlebochirurigie, Komplikationen, Hämodynamik
GND Keyword:Phlebologie
Pagenumber:51
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit