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Einfluss der Transfusionsdynamik auf Entstehung und Outcome der Nekrotisierenden Enterokolitis bei enteral ernährten „Very-Low-Birth-Weight“-Frühgeborenen (<1500g)

  • Thematik: Die vorliegende Single-Center-Studie ist auf die Prävention der schwer behandelbaren NEC beim VLBW-Frühgeborenen ausgerichtet. Um die vulnerable frühkindliche Mucosa vor versorgungs- sowie überlastungsbedingter Ischämie zu schützen, gilt es eine effektive Behandlung der Frühgeborenenanämie und zugleich den potentiell schädigenden Einfluss der Transfusionstherapie, von der diese Patienten häufig betroffen sind, zu identifizieren. Es wird die Hypothese formuliert, dass eine Volumenüberlastung durch Transfusion ein „capillary clotting“ und in der Folge die NEC auslösen oder negativ beeinflussen kann oder aber im Gegenteil ein primär ischämischer Schaden bei einer eher restriktiven Transfusionsstrategie als aggravierender Faktor der NEC möglich scheint. Die Fragestellung konzentriert sich auf die „Transfusionsdynamik“ (Volumen/Zeit) während der akuten klinischen Phase der Erkrankung bei enteral ernährten VLBW-Frühgeborenen. Wirken sich Schwere der Anämie und restriktives Transfundieren negativ auf die NEC-Rate aus? Oder ist im Gegenteil eine schnelle, volumenreiche EK-Bluttransfusion assoziiert mit der Entstehung der NEC und einem schlechterem Outcome? Welches ist die ideale Ernährungsstrategie während einer transfusionsbedürftigen Anämie, um das unreife Darmepithel zu unterstützen ohne es zu überfordern und lässt sich ein NEC erschwerendes Zusammenspiel beobachten? Studiendesign: Es werden 3 Patientenkollektive (NEC, Kontrollen, laparotomierte Patienten ohne NEC) der Geburtsjahrgänge 2002-2009 analysiert. Umfassende klinische Daten werden deskriptiv dargestellt. Der Kostaufbau wird im Rahmen einer Fall-Kontroll-Analyse ausgewertet. Die transfusionsbegleitende Ernährung wird für das NEC-Kollektiv bezogen auf die Mortalität in der Gruppe miteinbezogen. Die Auswertung der Transfusionsdynamik erfolgt mittels individuellem „Dynamikquotienten“ pro Patient (kumulierte Volumina auf kumulierte Zeit) und auf Basis der individuellen Mittelwerte mittels Rangsummentestung nach Kruskal-Wallis und Man-Whitney-U bezogen auf Morbidität (NEC/Nicht-NEC) und Mortalität im Gruppen-vergleich. Hämatokrit vor Transfusion und Hämoglobin zum Erkrankungszeitpunkt werden ergänzend in die Betrachtungen miteinbezogen. Ergebnisse: Die Analyse der Transfusionsdaten zeigt eine große Bandbreite der verabreichten Volumina pro Stunde und Kilogramm Körpergewicht in allen 3 Kollektiven. Die NEC-Patienten zeigten eine signifikanten Mehrbelastung an Transfusion bezogen auf die mittlere kumulierte Transfusionsdauer (p=0,0130, 95%KI) und den „Dynamikquotienten“ (p=0,0376, 95% KI) für das mittlere kumulierte Volumen auf Zeit in Stunden. Auf die Mortalität hatte dies im Gruppenvergleich keine statistisch signifikante Auswirkung. Ein signifikanter Einfluss der Ernährung bis Erkrankung und während Transfusionstherapie auf die Mortalität innerhalb der NEC-Gruppe konnte nicht gefunden werden. Als Zufallsbeobachtungen zeigte das NEC-Kollektiv der Studie eine interessante infektiologische Komponente in Form einer gehäuften Belastung mit pathogenen Keimen in Stuhl- (82%)- und Blutproben (47%). Schlussfolgerung: In der Studie zeigte sich ein typisches VLBW- und NEC-Kollektiv bezogen auf Inzidenz und Mortalität sowie Assoziation mit geringem Geburtsgewicht und Gestationsalter. Die vorliegenden Studienergebnisse lassen eine infektionsgetriggerte NEC im Kollektiv möglich erscheinen. Die modellhafte Größe des „Dynamikquotienten“ zeigte zudem eine signifikante Transfusionsbelastung in der NEC-Gruppe auf, welche in größeren Studien mit mehr konfirmativer Aussagekraft weiter untersucht werden sollte.
  • Objective: This study aims to identify prevention measures concerning NEC and RBC-transfusions in VLBW-infants. Almost all of these fragile patients suffer from the aneamia of the preterm and nearly as frequently undergo RBC-transfusions, which may be harmful to the vulnerable preterm enteral mucosa. The study hypothesizes that restricive tranfusion procedures may on the one hand cause ischaemic damage to the enteral mucosa and therefore cause NEC development. On the other hand a timely transfusion may be administered too quickly and too high in volume per kilogram, especially for there are no binding international or national standards how to transfuse VLBW infants. Transfusion rates for these patients are mostly decided in „best practise“-terms by the departments elders and vary significantly. Against this background the study concentrates on the following questions: When and how do transfusions in VLBW infants take place? Is there an impact on NEC rates and NEC outcome to be seen by administering transfusions more quickly and with more volume? How do we feed VLBW infants enterally while being transfused to protect and nurture the enteral mucosa without overburdening it? Study Design: The data of 3 groups of patients (NEC, Controls, Laparotomy Patients without NEC) have been assessed and analysed referring to clinical data in general, transfusion data and enteral feeding before the disease and at the point of transfusion. Analysing „Transfusion Dynamics“ was undertaken via individual cumulative „transfusion quotas“ (Volume in Time) for each patient. These quotas were statistically evaluated by Kruskal-Wallis und Man-Whitney-U Tests for Ranks on mortality (NEC/controls/Laparotomy Patients) and morbidity (NEC/NonNEC). Descriptive statistics on blood levels at the point of disease and enteral feeding were included. Results/Discussion: The study presents a typical group of VLBW infants and NEC patients in incidence, mortality rates and the associated main risk factors of low birth weight and early gestational age. The results seem to imply an infection-triggered NEC in this group. Analysing the model-like ratio of transfusion dynamics there was a significantly higher transfusion exposure in the NEC group in general and also higher volume rates in shorter time individually in the NEC patients (mean cumulative transfusion time (p=0,0130, 95%KI) and „Transfusion Quota“ (p=0,0376, 95% KI). There was no significant effect of enteral feeding to be found. Being a Single Centre Study with only a small group of patients these results should be reassessed and reviewed in bigger reasearch cohorts for better validity and explanatory power.

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Metadaten
Author:Dr. med. Sylvia Caroline Reinhold
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-27184
Title Additional (German):Impact of Transfusion Dynamic Rates (Volume/Time) on the Development and Outcome of Necrotising Enterocolitis in enterally fed VLBW-Infants (<1500g)
Referee:Prof. Dr. med. Holger Lode, Prof. Dr. med. James F. Beck
Advisor:Prof. Dr. med. Holger Lode
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2019
Date of first Publication:2019/06/11
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2019/03/25
Release Date:2019/06/11
Tag:NEC, Nekrotisierende Enterokolitis, Transfusion, VLBW, Frühgeburt, Very-Low-Birth-Weight-Frühgeborene, Neonatologie
GND Keyword:Bluttransfusion, Frühgeburt, Neonatologie
Pagenumber:98
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit