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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-21305

Zahnärzte Mecklenburg-Vorpommern 2030 – Modellierung von regionalen zahnärztlichen Versorgungsangeboten und -bedarfen in Mecklenburg-Vorpommern bis 2030

  • Zielstellung Zugang zu Gesundheitsversorgung ist eine Dimension von Versorgungsqualität; eine zugangsgerechte Versorgung setzt ein den Versorgungsbedarfen angemessenes Versorgungsangebot voraus. Das Ziel der vorliegenden Dissertation war, die regionale Verteilung von zahnärztlichen Versorgungsangeboten und -bedarfen am Beispiel des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern (M-V) zu analysieren und zu prognostizieren. Zudem sollten Maßnahmen zur Steuerung der räumlichen Verteilung von Zahnärzten evaluiert werden. Methodik Auf der Basis von Zahnarzt-, Bevölkerungs- und Morbiditätsdaten wurden zunächst die regionalen Versorgungsangebote und -bedarfe des Bundeslandes M-V in 2001 und 2011 dargestellt. Anschließend wurde ein Modell zur Vorhersage der regionalen Verteilung von zahnärztlichen Versorgungsangeboten und -bedarfen entwickelt, validiert und zur Projektion des Jahres 2030 angewandt. Dazu wurden die zu erwarteten Zu- und Abgänge an Zahnärzten in jeder Region sowie die zu erwartenden Bedarfe modelliert. Dabei wurden drei Szenarien dargestellt (Best/Worst/Moderate Case). Vorhandene Maßnahmen zur Steuerung der räumlichen Verteilung von Zahnärzten wurden mittels systematischer Literaturanalyse gesichtet und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Ergebnisse In 2001 und 2011 zeigte sich eine signifikante regionale Ungleichverteilung in dem Verhältnis von Versorgungsangeboten und -bedarfen. Das entwickelte Vorhersagemodell zeigte eine hohe Validität. Der Rückgang der Bevölkerung in M-V bis 2030 sowie eine parallel dazu einhergehende Reduktion des Bedarfs zahnmedizinischer Leistungen führten zu einer signifikanten Abnahme der regionalen Versorgungsbedarfe. Auf der anderen Seite wurde bis 2030 eine Abnahme der Versorgungsangebote vor allem im ländlichen Raum beobachtet. In zwei der drei modellierten Szenarien überstieg das Versorgungsangebot den benötigten Versorgungsbedarf in M-V. Dabei wurden sowohl über- als auch unterversorgte Gebiete identifiziert. Wir erwarten eine Verschärfung der regionalen Ungleichversorgung bis 2030. Die Wirksamkeit der zahlreichen Instrumente zur Steuerung der räumlichen Verteilung von Zahnärzten ist nur bedingt belegt. Schlussfolgerung Die bestehende Ungleichverteilung des Verhältnisses von Versorgungsangeboten und -bedarfen wird sich bis 2030 vermutlich verschärfen. Eine generelle Unterversorgung ist nicht zu erwarten. Entscheidungsträger in der Versorgungsplanung stehen diverse Steuerungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Fehlverteilung zur Verfügung. Vor der Anwendung dieser Maßnahmen sollte deren Wirksamkeit in Modellstudien ermittelt werden.
  • Precisely estimating the demand for dental services should reflect on the dental health status and demographic composition of a population of interest. As these differ in different regions, spatial aspects should be considered, too. Similarly, estimating the supply of dental services should reflect on the manpower, the gender distribution and respective working times of the dental workforce. Such estimation, and extrapolation into the future, could be used for planning and guiding dental services organization. The present study developed a model for estimating dental services demand and supply in a model region in Northern Germany on a spatially granular level. This model was used to determine past spatial distributions of services and demand, and to project it into 2030. Model development, validation and application was accompanied by a systematic review on measures to controlling the spatially specific supply with dentists. We demonstrate that dental services and supply are spatially unequally distributed, with both over- and underservicing being present in the past and now. This is expected to be increased in the future. We also show that existing measures for controlling dentists’ spatial distribution have very sparsely been evaluated with scientific rigoour, which calls for proper evaluations alongside future policy measures in this direction. We conclude that estimating, projecting and controlling dental services and demand should be spatially specific, accounting for dental health, demography and workforce composition.

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Metadaten
Author: Ralf Jäger
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-21305
Title Additional (English):Estimating spatially specific demands for and supply with dental services in Mecklenburg-Vorpommern in 2030
Referee:PD Dr. rer. med. habil. Neeltje van den Berg, PD Dr. med. dent. habil. Dirk Ziebolz
Advisor:PD Dr. rer. med. habil. Neeltje van den Berg
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2017
Date of first Publication:2018/04/05
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2018/03/13
Release Date:2018/04/05
GND Keyword:Räumliche Verteilung, Versorgung, Zahnarzt
Pagenumber:59
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Community Medicine
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit