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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001671-9

Determinanten für die Umsetzung der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) in den alten und neuen Bundesländern

  • Im Zusammenhang mit dem epidemischen Auftreten impfpräventabler Erkrankungen wie z.B. Masern oder Pertussis sowie der angestrebten Eliminierung von Poliomyelitis, Masern und anderen Infektionskrankheiten wie Diphtherie oder Hepatitis B wird immer wieder über unzureichende Durchimpfungsraten in Deutschland und mögliche Gründe dafür diskutiert. In dieser Studie wurden erstmals bundesweit repräsentative Informationen über die Einstellung zum Impfen und die Impfpraxis niedergelassener Allgemeinmediziner und Praktischer Ärzte erhoben. Deutschlandweit wurde eine Zufallsstichprobe von insgesamt 4.282 niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Praktischen Ärzten mit einem standardisierten und anonymisierten Fragebogen hinsichtlich ihrer Impfpraxis und Einstellung zum Impfen befragt. Nach der deskriptiven statistischen Auswertung wurde die Impfeinstellung der Ärzte anhand verschiedener Variablen in “impft nach den Empfehlungen der STIKO”, “impft vorwiegend nach STIKO” und “impft nicht nach STIKO” kategorisiert. Der Einfluß von Alter, Geschlecht, Niederlassung in den alten oder neuen Bundesländern sowie der Einfluß alternativmedizinischer Überzeugungen der Ärzte auf die Impfeinstellung wurde anschließend mit einer multivariablen log-linearen Regression untersucht. Ergebnisse Die Responseproportion lag bei 42,2%. Es zeigt sich, dass beim Impfverhalten und der Einstellung zum Impfen vielfach deutliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern bestehen. 85,4% der Ärzte in den neuen Bundesländern gegenüber 68,2% in den alten Bundesländern halten sich beim Impfen an die Richtlinien der Ständigen Impfkommission (STIKO). Im multivariablen log-linearen Modell zeigte sich, dass Ärzte in den neuen Bundesländern eher den STIKO-Empfehlungen folgen, ebenso wie Ärzte mit einem geringen Anteil alternativer Behandlungsmethoden. Dagegen zeigten Alter und Geschlecht keinen signifikanten Einfluss auf die Impfeinstellung. Schlussfolgerung Neben Unterschieden in den neuen und alten Bundesländern hat die Beschäftigung mit alternativmedizinischen Therapien einen wesentlichen Einfluss auf die Impfeinstellung und die Impfpraxis der niedergelassenen Allgemeinmediziner und Praktischen Ärzte. Dies ist für die Entwicklung von Strategien zur Erreichung hoher Durchimpfungsraten von Bedeutung, vor allem vor dem Hintergrund eines weiter zunehmenden Anteils alternativmedizinischer Therapien am gesamten Therapiespektrum.
  • Related to the epidemic occurrence of vaccine-preventable diseases such as measles or pertussis as well as the targeted elimination of poliomyelitis, measles and other infectious diseases such as diphtheria or hepatitis B insufficient vaccination coverage rates and possible reasons for it are discussed. In this study a random sample of 4,282 established general practisioners was asked with a standardized questionnaire about their vaccination practices and attitudes to vaccination . The influence of age, gender, branch in the old or new federal states of Germany as well as the influence of alternative medical beliefs of the doctors on the attidude to vaccination was then analyzed with a multivariable log-linear regression. The response proportion was 42.2 %. It showed that there are still differences between the old an new federal states regarding the vaccination practices and attitudes to vaccination. 85.4 % of the general practisioners in the new federal states against 68.2 % in the old federal states inoculate according to the guidelines of the Ständige Impfkommission (STIKO ). The multivariate log-linear model showed that physicians in the new federal states rather follow the STIKO recommendations, as well as physicians with a low proportion alternative treatment methods. In contrast, age and sex showed no significant Influence on the vaccination practice. In addition to differences in the old and new federal states, the employment with alternative medical therapies have significant influence on the attitude to vaccination and vaccination practices of general practitioners in Germany. This is important for the development of strategies for achieving high vaccination rates, especially against the background of an increasing part of alternative medical therapies in the entire spectrum of therapies .

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Metadaten
Author: Christiane Rautmann
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001671-9
Title Additional (English):Determinants for the implementation of the vaccination recommendations of the STIKO in the old and new federal states of Germany
Advisor:Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2014/01/03
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2013/12/18
Release Date:2014/01/03
Tag:vaccination coverage
GND Keyword:Durchimpfungsraten, Impfen, Impfschutz
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Community Medicine
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit