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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001170-3

Der pflegende Angehörige - Eine Beschreibung seiner Belastungssituation am Beispiel Angehöriger von neurologisch schwerkranken Patienten

  • 1. Hintergrund und Ziele Ziel der Befragung war die Darstellung der Zusammenhänge zwischen der Belastung durch die häusliche Pflege schwerpflegebedürftiger neurologischer Patienten und den Auswir-kungen auf die Gesundheit der Pflegepersonen. 2. Methode Als Pilotstudie konzipiert wurde in Zusammenarbeit mit dem Neurologischen Rehabilitations-zentrum in Greifswald an die pflegenden Angehörigen ein Anschreiben mit Fragebogen ver-schickt. Aufgrund der Ein- und Ausschlusskriterien sowie der geringen Rücklaufquote gingen in die Datenauswertung nur 44 Fragebögen ein. Entsprechend den vier Untersuchungsfragen dienten als Untersuchungsinstrumente: der SF-12 zur Messung der allgemeinen gesundheits-bezogenen Lebensqualität, die Beschwerdeliste zur Messung der subjektiven Beeinträchti-gungen durch körperliche und Allgemeinbeschwerden, der Fragebogen zur Messung der Inan-spruchnahme medizinischer Hilfe, der F-SozU-K14 zur Messung der wahrgenommenen bzw. erhaltenen Sozialen Unterstützung und die soziodemografischen Daten der Befragten aus dem F-SozU. Im Rahmen der Querschnittsstudie mit einem orientierenden beschreibenden Charakter diente als statistisches Verfahren die Beschreibung der Häufigkeitsverteilung. Die Ergebnisse wurden mit Daten aus einer Literaturrecherche verglichen und diskutiert. 3. Ergebnisse Aus der Untersuchung ergaben sich kaum signifikante Ergebnisse, aber es ließen sich tendenzielle Zusammenhänge nachweisen. Im Vergleich zur Normbevölkerung liegt die allgemeine gesundheitsbezogene Lebensqualität der pflegenden Angehörigen deutlich niedriger, dennoch erreicht die Mehrzahl der Untersuchungsgruppe Werte, die für eine hohe psychische Gesundheit sprechen. Die Gesamtbeeinträchtigung durch körperliche und All-gemeinbeschwerden liegt für die pflegenden Angehörigen im niedrigeren bis eher mittleren Bereich. Als Leitbeschwerden geben die Befragten vor allem Schmerzen und Körperfühl-störungen an. Ein größerer Beschwerdedruck steht mit einer niedrigeren allgemeinen gesund-heitsbezogenen Lebensqualität im Zusammenhang. Mit durchschnittlich neun Arztkontakten pro Jahr liegt die Inanspruchnahmerate im Vergleich zur Normstichprobe niedriger. Mit steigendem Beschwerdedruck zeigt sich aber ein Anstieg der Kontaktanzahl zum Hausarzt. Das Maß an wahrgenommener sozialer Unterstützung entspricht dem Maß der Norm-population, nimmt aber kaum Einfluss auf die Lebensqualität der Pflegepersonen. Des Weiteren fiel auf, dass mit steigender Anzahl der Hausarztkontakte auch das Maß an erlebter sozialer Unterstützung steigt. 4. Diskussion/Schlussfolgerung Der Vergleich der Untersuchungsergebnisse mit den Ergebnissen zu Befragungen von pflegenden Angehörigen aus der Literaturrecherche erwies sich als schwierig. Trotz ähnlicher Untersuchungsziele erfassen die Untersuchungen weit Unterschiedliches. Die Gesamtheit aller Aspekte zur Pflegesituation erweist sich als zu großen Umfang für eine Befragung.
  • Summary 1. Background and Objectives The aim of the survey was to show the relationships between exposure to difficult nursing care for home care of neurological patients and the impact on the health of caregivers. 2. Method Designed as a pilot study in collaboration with the Neurological Rehabilitation Center was in Greifswald on the caregiver with a cover letter be send questionnaires. Due to the inclusion and exclusion criteria and the low response rate were included in the data evaluation, only 44 questionnaires. Corresponding to the four research questions were used as research instruments: the SF-12 to measure general health-related quality of life, the complaint list for the measurement of subjective impairment conditions through physical and general complaints, the questionnaire for the measurement of claim of medical help, the F-Sozu -K14 to measure the perceived or received social support and socio-demographic characteristics of respondents from the F-Sozu. As part of the cross-sectional study with an exploratory descriptive statistical method was used as the description of the frequency distribution. The results were compared with data from a literature review and discussed. 3. Results The investigation yielded no significant results, but it could not be detected trend correlations. Compared to the general population norm related quality of life of carers is significantly lower, yet the majority of the study group reached values that indicate a high level of mental health. The total impairment due to physical discomfort is common and all-for the carers in the lower to middle range more. As main complaints give the respondents, especially pain and disorders of body feeling. A major complaint is compressed with a lower overall health-related quality of life in context. With an average of nine physician contacts per year, the utilization rate is compared to the norm sample lower. With increasing pressure complaint, however, shows an increase of the contact number for the family doctor. The measure of perceived social support conforms to the standard measure of population increases, but little impact on the quality of life of caregivers. Furthermore noticed that with increasing number of family doctor contacts also increases the level of experienced social support. 4. Discussion / Conclusion The study compared the results with the results of interviews with carers from the literature search proved difficult. Despite similar goals, the investigation record investigations far different things. The totality of all aspects of the care situation proves to be too great extent for a survey.

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Metadaten
Author: Sandra Sauerborn
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001170-3
Title Additional (English):The family caregiver - A description of its situation on the burden for family caregivers of neurologically critically ill patients
Advisor:Prof. Dr. H. J. Hannich
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2012/02/01
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2012/01/05
Release Date:2012/02/01
Tag:Belastungssituation in der Pflege, Inanspruchnahme medizinischer Hilfe, Lebensqualität, der pflegende Angehörige, soziale Unterstützung
GND Keyword:Altenpflege, Familienpflege <Sozialarbeit>, Hauspflege, Lebensqualität, Pflegeperson, Soziale Unterstützung
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Medizinische Psychologie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit