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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001095-0

Klinisches Bild der Chlamydophila pneumoniae - Infektion bei hospitalisierten Kindern mit Erkrankungen des Respirationstraktes

  • Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Erregerdirektnachweis von Chlamydophila pneumoniae als Erreger akuter respiratorischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Der Erregerdirektnachweis erfolgte über die Polymerasekettenreaktion (PCR). Chlamydophila pneumoniae ist ein obligat intrazelluläres Bakterium der Ordnung Chlamydiales. Der Erreger kann intrazellulär in der Rachenschleimhaut persistieren. Die Übertragung des Erregers erfolgt über einen Wirt und wird mittels Tröpfcheninfektion von einer infizierten Person zur nächsten übertragen, so dass es leicht zu kleineren Epidemien kommen kann. Über einen Zeitraum von 31 Monaten wurden bei hospitalisierten Kindern mit respiratorischen Erkrankungen Rachenabstriche entnommen und prospektiv auf eine Infektion mit Chlamydophila pneumoniae untersucht. Hierzu wurden mikrobiologische, klinische und meteorologische Verlaufsparameter erhoben. Bei den 983 untersuchten Kindern wurde bei 9,0% Chlamydophila pneumoniae mittels PCR im Rachenabstrich nachgewiesen. Eine Altersabhängigkeit konnte nicht nachgewiesen werden. Die Zirkulation des Erregers fand bei den untersuchten Kindern mit respiratorischen Erkrankungen vor allem in der kalten Jahreszeit statt. Optimale Bedingungen, welche das Auftreten einer Chlamydophila pneumoniae Infektion erleichtern, liegen im Herbst bei einer Durchschnittstemperatur von 5,7°C, einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 83,9% sowie einem mittleren Dampfdruckwert von 8,9 hPa vor. Schlussfolgern kann man aus den Ergebnissen, das die Ursache der Infektionshäufung in der kälteren Jahreszeit in der Schleimhautbarriere bzw. der reduzierten Abwehrlage / Immunsituation zu suchen ist. Dies zeigt, dass der Erreger bei reduzierter Abwehrlage seine volle Virulenz entfalten kann. Unsere Studie bestätigt, dass die Serologie als diagnostische Methode zum Nachweis einer akuten Chlamydophila pneumoniae Infektion nicht geeignet ist. Bei nur 18,2 % der PCR - pos. getesteten Kinder, konnte auch ein positives serologisches Ergebnis nachgewiesen werden Der direkte Chlamydophila pneumoniae Nachweis, z.B. mittels PCR, und der indirekte Infektionsnachweis mittels Serologie sollten zumindest im Kindesalter nicht gleichgesetzt, sondern differenziert verwendet werden. Das klinische Bild einer akuten Chlamydophila pneumoniae Infektion zeigt sich im Verlauf der Erkrankung relativ milde. Die häufigste Diagnose, welche mit dem Erreger zusammen auftritt ist die Pneumonie in einem milden Verlauf mit schwacher Signifikanz. Der fehlende Auskultationsbefund spricht nicht gegen eine Infektion. 32,2% der untersuchten Kinder hatten einen trockenen, unproduktiven Husten. Der trockene Reizhusten ohne Fieber ist häufig anzutreffen. Die Laborparameter sind mit erhöhter BSG und nur mäßig erhöhtem CRP eher unspezifisch. Bei Erkrankung der unteren Atemwege betrug die Prävalenz 54,5 %. Bezüglich des Rachens zeigt sich kein vermehrter pathologischer Befund. Dagegen zeigte sich in der Gruppe der PCR - pos. Kinder mit 36,8 % ein hoch signifikanter Anteil an Kindern mit pathologischem Tonsillenbefund. Empfehlen lässt sich, dass der Tonsillenabstrich prinzipiell besser zum Infektionsnachweis geeignet scheint, als der Rachenabstrich. Dies sollte man bei der Probenentnahme beachten.
  • The importance of Chlamydophila pneumoniae respiratory tract infection in childhood is under discussion. The main question in our studie is: What are the characteristic clinical features of Chlamydophila pneumoniae infection in children? Patients and Methods: 983 hospitalized children with respiratory tract diseases were prospectively studied during a 31 - month period by polymerase chain reaction and enzyme immunoassay (PCR-EIA) detection from throat swabs. Serum samples were also used to screen for Chlamydia antibodies. Standardized physical examination and documentation in the admission form. There is a seasonal accumulation of Chlamydophila pneumoniae infections? Results: Chlamydophila pneumoniae was detected by PCR-EIA in 88 children (9%). Prevalence was 54,5% in lower and 5,7% in upper respiratory tract disease without age dependency. From september to december prevalence was elevated (33/88; p < 0.002). The circulation took place mainly during the cold season autumn / winter. The clinical picture of acute Chlamydophila pneumoniae infection seen in the course of the disease is relatively mild. The most common diagnosis, occurring together with the pathogen, the pneumonia in a mild course with weak significance. The lack of auscultation does not speak against infection. 32.2% of the children studied had a dry, nonproductive cough. The dry cough without fever is often encountered. The laboratory parameters with elevated ESR and moderately elevated CRP rather unspecific.

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Metadaten
Author: Markus Krechting
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001095-0
Title Additional (English):Clinical picture of Chlamydophila pneumoniae - infection in hospitalized children with diseases of the respiratory tract
Advisor:Dr. Sebastian Schmidt
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2011/11/01
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2011/10/25
Release Date:2011/11/01
Tag:Chlamydophila pneumoniae
GND Keyword:Chlamydophila pneumoniae
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit