• search hit 11 of 13
Back to Result List

Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-000857-1

Untersuchung zur Assoziation von Antikörpern gegen PF4/Heparin-Komplexe mit Parodontalerkrankungen

  • Ziel dieser Fall-Kontroll-Studie war es, zu evaluieren, ob eine Assoziation zwischen dem Vorliegen einer Parodontitis und dem Vorhandensein von PF4/Heparin-Komplex Antikörpern besteht. PF4 ist ein Chemokin, welches vermehrt durch Thrombozyten bei deren Aktivierung ausgeschüttet wird. PF4 kann Komplexe mit negativ geladenen Molekülen bilden. Die Prototypreaktion ist die Formation von PF4/Heparin-Komplexen. Mit Heparin behandelte Patienten können gegen diese Komplexe Antikörper bilden, die zur komplexen Aktivierung der Blutgerinnung mit erhöhtem Risiko zu thrombembolischen Ergeignissen führen können. Diese Antikörper konnten aber auch in nicht mit Heparin behandelten Patienten nachgewiesen werden. Daraus entwickelte sich die Hypothese, dass parodontale Infektionen/Entzündungen möglicherweise über die Aktivierung der Thrombozyten und vermehrte Freisetzung von PF4 die Formation von PF4-Komplexen und Antikörperbildung induzieren könnten. Das Serum von 937 Blutspendern mit einem Alter von 40 - 60 Jahren wurde auf PF4/Heparin-Komplex Antikörper der Klassen IgG, IgA und IgM (ELISA) untersucht. Zu den 99 positiv getesteten Blutspendern (40 Fallprobanden, mittleres Alter 47,9 Jahre) wurden 40 Kontrollprobanden (mittleres Alter 48,1 Jahre) nach Alter (±2 Jahre), Geschlecht, Rauch- und Bildungsstatus gematcht. Die klinischen Parameter waren Zahnzahl, Sondierungstiefe, Attachmentverlust und Bluten nach Sondieren. 50% der Probanden waren männlich, 35% Nichtraucher, 25% ehemalige Raucher und 40% Raucher. 80% (15%) der Probanden haben ein mittleres (hohes) Bildungsniveau. Die Probanden der Fallgruppe hatten einen schlechteren parodontalen Gesundheitszustand als die Kontrollgruppe. Das Risiko eines positiven PF4/Heparin-Komplex-Antikörper-Status’ war 2 bis 7-fach erhöht bei schweren mittleren Sondierungstiefen wie auch bei moderatem und schwerem mittleren Attachmentverlust. Die vorliegende Untersuchung zeigte, dass parodontal erkrankte Probanden ein höheres Risiko für das Auftreten von anti-PF4/Heparin Antikörpern aufwiesen als parodontal gesündere Probanden. Parodontitis könnte mit dem Auftreten von natürlichen anti-PF4/Heparin-Komplex Antikörpern assoziiert sein. Um einen möglichen kausalen Zusammenhang zu evaluieren, sind weitere Studien mit größerem Stichprobenumfang und longitudinalem Design erforderlich.
  • Platelet factor 4 (PF4), a chemokine released from platelets during activation, can complex with negatively charged molecules. The prototype reaction is the formation of PF4/Heparin (Hep) complexes. Hep treated patients can develop antibodies (ABs) against these complexes activating blood clotting and provoking thrombotic complications. These ABs were also observed in non-Hep treated patients. The trigger for these natural ABs is unknown. We hypothesize, that periodontal infection/inflammation may be involved in platelet activation, increased PF4 release with consecutive induction of PF4-complex ABs. PF4/Hep-complex ABs (ELISA) were determined in 937 blood donors aged 40-59. A matched (age, gender, smoking, education) case-control study with 40 pairs was conducted. Periodontal status (probing depth (PD) and attachment loss (AL)) was assessed on 4 sites, half mouth. Periodontitis was defined via tertiles (mild, moderate, severe) for mean PD and AL. The association between periodontal status and AB-status was analysed with conditional logistic regression adjusting for matching variables. Positive AB-status was significantly associated with periodontitis, with risk increasing for severe mean PD (OR=5.68 [95%-CI 2.17-14.84]), and severe (OR=3.95 [95%-CI 1.59-9.82]) and moderate (OR=4.60 [95%-CI, 1.86-11.40]) mean AL. Periodontitis is associated with presence of natural anti-PF4/Hep ABs. This may increase the risk for cardiovascular disease.

Download full text files

Export metadata

Additional Services

Share in Twitter Search Google Scholar
Metadaten
Author: Daniela Gätke
URN:urn:nbn:de:gbv:9-000857-1
Title Additional (English):Evaluating the association between periodontitis and the presence of PF4/heparin-complex antibodies
Advisor:Prof. Dr. Andreas Greinacher, Prof. Dr. Thomas Kocher
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2010/10/14
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Medizinische Fakultät (bis 2010)
Date of final exam:2010/09/10
Release Date:2010/10/14
Tag:Heparininduzierte Thrombozytopenie, Parodontopathogene, Plättchenfaktor 4
GND Keyword:Antikörper, Entzündung, Heparin, Parodontitis, Thrombozyt
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Immunologie u. Transfusionsmedizin - Abteilung Transfusionsmedizin
Universitätsmedizin / Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit