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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-002058-0

Gefühlte Wirksamkeit und Präferenz von Verkehrssicherheitsmaßnahmen in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Verkehrsbeteiligung – eine Fragebogenuntersuchung an jungen Verkehrsteilnehmern

  • Unfälle im Straßenverkehr sind die führende Todesursache bei jungen Erwachsenen. Junge Verkehrsteilnehmer sind überproportional häufig in der Unfallstatistik vertreten. Die Zahl dieser Unfalltoten zu reduzieren ist das Ziel von zu etablierenden oder bereits etablierten Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Der Nutzen und der Impact hängen im hohen Maße von der Akzeptanz und dem Verständnis der Maßnahmen durch den Verkehrsteilnehmer ab. Besonders fahrzeugbasierte Sicherheitsmaßnahmen muss der Verkehrsteilnehmer selbst finanzieren und anwenden. Die Übertragung evident wirksamer Sicherheitsmaßnahmen „in die Köpfe“ der Menschen ist der Schlüssel zur erhöhten Wirksamkeit einer Maßnahme. In der vorliegenden Untersuchung wurden Studenten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren der Fachhochschule Stralsund und der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald befragt. Neben demographischen Angaben und dem Motorisierungsstatus wurden die Bewertungen verschiedener Verkehrssicherheitsmaßnahmen hinsichtlich deren Potentials zur Reduktion von Verkehrsunfällen mit Personenschaden untersucht. Des Weiteren wurde die Präferenz einzelner fahrzeugbasierter Sicherheitsmaßnahmen erfragt. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die gefühlte Wirksamkeit weitestgehend unabhängig von der objektiven Wirksamkeit beurteilt wurde. Vielmehr wurden Verkehrssicherheitsmaßnahmen, die keine direkten Auswirkungen auf das persönliche Fahrverhalten haben, signifikant besser bewertet als Maßnahmen welche das eigene Fahrverhalten beeinflussen. Die Hochrisikogruppe von jungen, männlichen und motorisierten Fahrern bewertete Verkehrssicherheitsmaßnahmen konstant schlechter als die Vergleichsgruppe. Eine eindeutige altersabhängige Bewertung konnte nicht festgestellt werden. Um die weiterhin hohen Unfallzahlen zu senken muss der Verkehrsteilnehmer vom Nutzen von Verkehrssicherheitsmaßnahmen überzeugt und vermehrt über bestehende Risiken aufgeklärt werden. Besonders Social Marketing-Konzepte gilt es altersbezogen an die Hochrisikogruppe der jungen Fahrer anzupassen. Verkehrsteilnehmer müssen von evident wirksamen Maßnahmen überzeugt werden auch wenn diese sie in ihren persönlichen Freiheiten einschränken.
  • Traffic accidents are the main cause of death beneath young adults. Young road users are represented above average in accident statistics. The reduction of these deadly injured road users is the main purpose of road safety measures. The gain and the impact of these measures highly depend on the acceptance of the measures among road users. Especially vehicle based safety measures have to be financed and used by the driver himself. The transfer of evident effective safety measures „in the heads“ of human beings is the key to a higher effectiveness of these measures. In this survey students of the advanced technical college in Stralsund and the Ernst-Moritz-Arndt University in Greifswald at the age of 18-30 years were questioned. Beside demographic data and the traffic attendance, the potential of different road safety measures to reduce traffic accidents was asked. Furthermore, the preference of vehicle based safety measures was examined. It could be proved that the perceived efficiency was judged independently to a very large degree of the objective efficiency. Road safety measures which do not affect the road user’s personal driving stile were judged significantly better than measures that affect his style. The high-risk group of male and motorized drivers rated road safety measures constantly more ineffective than the comparison group. A clear age relation could not be proved. To reduce the high number of deaths by accident, road users have to be convinced of the effectiveness of road safety measures and have to be taught about existing risks. Especially Social Marketing Concepts have to be adapted to the high risk group of young drivers. Road users have to be convinced of evident effective measures even if they limit their personal freedom.

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Metadaten
Author: Martin Thomas Delbeck
URN:urn:nbn:de:gbv:9-002058-0
Title Additional (English):Perceived efficacy and preference of road traffic measures in dependence of age, gender and traffic attendance - a questionnaire survey of young road users
Advisor:Prof. Dr. med Gerrit Matthes, Dr. med Uli Schmucker, Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2014/11/06
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2014/09/25
Release Date:2014/11/06
Tag:Gefühlte Wirksamkeit
Perceived efficacy, road traffic measures, young road users
GND Keyword:Unfallforschung, Verkehrssicherheit, Verkehrssicherheitsmaßnahmen, Wirksamkeit, junge Verkehrsteilnehmer
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Chirurgie Abt. für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit