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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-002228-5

Zahngesundheit von 15-Jährigen in Greifswald unter besonderer Berücksichtigung der Prävalenz von Karies, Fluorose und Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH)

  • Ziel der vorliegenden Studie war eine aktuelle, deskriptive Darstellung der Karies-, Fluorose- und MIH-Prävalenz der 15-jährigen Schüler in Greifswald. Die erhobenen Daten sollten dabei nach geschlechts-, schul-, und schulartspezifischer Verteilung betrachtet werden. Zudem erfolgte der retrospektive Datenvergleich mit den Ergebnissen aus vorhergehenden Reihenuntersuchungen in Greifswald und aktuellen Werten in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland. Zusätzlich wurden in einer multiplen Regressionsanalyse signifikante Einflüsse der Karieserfahrung auf Probandenebene analysiert. Die Ergebnisse basieren auf den Befunden von 303 Schülern (52,1 %, n = 158, männlich; 47,8 %, n = 145, weiblich). Im Zeitraum von März bis Mai 2013 wurden die Untersuchungen in Form einer Totalerfassung und ausschließlich von einem kalibrierten Untersucher durchgeführt. Dabei wurden die DMFT-, DMFS-, TF-, und MIH-Indizes erhoben. Innerhalb der Gesamtpopulation wurde ein DMFT von 1,21 (SD ±2,06) ermittelt. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bei der geschlechtsspezifischen Betrachtung der Karieserfahrung. Im Vergleich zu der Greifswalder Reihenuntersuchung des Jahres 2003 mit einem mittleren DMFT von 3,97 (SD ±3,68) ergibt sich eine Kariesreduktion um 69,5 % für die 15-Jährigen. Diese ging mit einem signifikanten Anstieg der naturgesunden Gebisse von 19,4 % (2003) auf 54,8 % (2013) einher. Für die Studienpopulation ergab sich ein Sanierungsgrad von 87,9 %. Bei der vergleichenden Untersuchung des DMFT innerhalb der einzelnen Schulen und des Schultypus ist eine deutliche Polarisation erkennbar. So zeigten Gymnasiasten sowohl im Vergleich der einzelnen Schulen, als auch bei der vergleichenden Betrachtung der Schulart stets die geringsten DMFT-Werte mit im Mittel 0,76 DMFT, während die Gesamtschule bei beiden Betrachtungen die höchsten Werte aufwies mit einem mittleren DMFT von 3,16. Die Ergebnisse der multiplen, linearen Regressionsanalyse mit den Variablen Geschlecht, Schultyp, Fluorosen und MIH zeigte einen hochsignifikanten Zusammenhang zwischen der Gesamtschule als besuchter Schulform und der abhängigen Variable DMFT (p < 0,001). Innerhalb dieser Studie wiesen von den 303 untersuchten 15-jährigen Schülern 17,5 % (N = 53) eine fluorotische Veränderung auf. Der maximal diagnostizierte Grad nach dem Thylstrup-Fejerskov Index (TF-Index) war 3. Insgesamt lag bei 8,9 % (N = 27 Schüler) ein Fluorosegrad 1 und bei 6,6 % (N = 20 Schüler) ein Fluorosegrad 2 vor. Der höchste ermittelte Fluorosegrad 3 wurde bei 2 % (N = 6 Schüler) festgestellt. 88,6 % der fluorotischen Veränderungen waren mit TF1 und TF2 Ausprägungen geringsten Grades. Unter Gymnasialschülern zeigte sich die höchste Prävalenz von Dentalfluorosen. Insgesamt zeigten 3,6 % (N = 11) eine Molaren- Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) auf. Diese teilen sich in acht Schüler (2,6 %) mit einer MIH Grad 1 und drei Schüler (1,0 %) mit einem Grad 2. Eine MIH Grad 3 wurde nicht beobachtet. Dabei konnte eine signifikante positive, aber schwache Korrelation zwischen dem Auftreten einer MIH und dem DMFT nachgewiesen werden (Spearman Korrelation = 0,114 (p = 0,047)). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bei den Greifswalder 15-Jährigen in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der Kariesprävention erzielt wurden, Karies in signifikantem Umfang nur noch bei wenigen Kindern vorkommt und andere orale Probleme wie Fluorosen und Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation kaum relevant sind. Dieser exzellente orale Gesundheitszustand sollte erhalten werden und die Prävention bei den wenigen, verbliebenen Schulen mit Hochrisikokindern intensiviert werden.
  • This study aimed to determine the prevalence of dental caries, dental fluorosis and molar incisor hypomineralization (MIH) in 15-year-olds in Greifswald. A cross-sectional study was conducted among 303 schoolchildren. The presence of dental caries were recorded with the Decayed, Missing and Filled Teeth (DMFT) index (WHO). Dental fluorosis was diagnosed according to the Thylstrup-Fejerskov (TF) index. The European Academy of Pediatric Dentistry criteria were followed for MIH diagnosis. The examination was conducted by a single trained and calibrated examiner. The Chi-squared, Kruskal-Wallis, and Mann-Whitney tests, Fisher s exact test, Spearman s rank correlation coefficient and multivariate regression served for statistical analyses. The mean DMFT score was 1.21 (SD 2.06). Caries prevalence was low (45.2%). A total of 82,5 % of the 15 year olds studied had no signs of fluorosis, while the rest had very mild (TF1: 8,9 %), mild (TF2: 6,6 %) or moderate (TF3: 2%) fluorosis. The prevalence of MIH was 3.6%. Mild impairment was the most frequent diagnosis.

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Metadaten
Author: Michael Meißner
URN:urn:nbn:de:gbv:9-002228-5
Title Additional (English):Oral health of 15-year-olds in Greifswald with particular focus on dental caries, dental fluorosis and molar-incisor hypomineralization (MIH)
Advisor:Prof. Dr. Christian H. Splieth
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2015/05/21
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2015/03/23
Release Date:2015/05/21
Tag:DMFT, Fluoride, Kariespraevalenz, Kariesrückgang, Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation
dental caries; dental fluorosis; caries decline, fluoride
GND Keyword:Dentalfluorose, Epidemiologie, Karies
Faculties:Universitätsmedizin / Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit