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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-002371-0

Differente Aktivität in Hirnarealen des dopaminergen Netzwerks bei adipösen Kindern nach einjähriger Sporttherapie

  • Kurze Inhaltszusammenfassung in der Originalsprache des Dokuments (Deutsch): Aktuell liegen nur wenige Längsschnittstudien vor, die Interventionsprogramme bei adipösen Kindern untersucht haben. Mithilfe der funktionellen Bildgebung wurden 14 adipöse und übergewichtige Kinder im Alter zwischen 7 und 16 Jahren untersucht, jeweils vor und nach einer einjährigen Sport-Interventionstherapie. Während der fMRT-Untersuchung sahen die Teilnehmer standardisierte Bilder aus den Kategorien Essen und Sport, sowie emotional neutrale und emotional positive Bilder. Besonderes Interesse galt den Veränderungen der zerebralen Aktivierung beim Betrachten von Bildern mit nahrungsbezogenem Inhalt in Bezug auf die Gewichtsveränderungen. Die Gewichtsveränderungen wurden anhand der BMI-SDS-Werte nach der Therapie bestimmt. Die Teilnehmer wurden entsprechend ihrer Gewichtsveränderung der Responder-Gruppe (Gewichtsverlust nach BMI-SDS-Wert, BMI-SDS-Differenz > 0.2) oder der non-Responder- Gruppe (kein Gewichtsverlust nach BMI-SDS-Wert) zugeordnet. Vor der Therapie ergaben sich keine Unterschiede bei den fMRT-Aktivierungen zwischen den Gruppen. Nach der Therapie zeigten sich folgende Ergebnisse: Adipöse Kinder mit Gewichtsreduktion zeigten beim Betrachten von Bildern mit nahrungsbezogenem Inhalt eine signifikant stärkere Aktivierung im linken Putamen im Vergleich zu Kindern aus der non-Responder Gruppe. Zudem ergab sich in der Responder-Gruppe eine signifikant stärkere Aktivierung der linken Insel beim Betrachten von emotional positiven Bildern und des frontalen Spiegelneuronen- Netzwerkes bei Sportbildern. Lediglich Responder konnten nach der Therapie beim Betrachten von Bildern mit nahrungsbezogenem Inhalt und emotional positiven Bildern Areale aktivieren, die bei der Verarbeitung der emotionalen Valenz beteiligt sind, d.h. Putamen und Insel. Die erhöhte Aktivierung in diesen Regionen könnte im Zusammenhang mit einer normalisierten Dopaminausschüttung gesehen werden, wenn die Responder emotional positive Bilder sehen. Sportbilder aktivierten bewegungsassoziierte Areale nur bei den Teilnehmern, die von der Sport-Interventionstherapie profitierten. Aus diesen Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass bei den adipösen Kindern nach erfolgreicher Therapie eine Normalisierung der zerebralen Verarbeitung als Antwort auf Sportbilder zu erkennen ist.
  • Functional imaging studies on responders and non-responders to therapeutic interventions in obese children are rare. We applied fMRI before and after a one-year sports therapy in 14 obese or overweight children aged 7–16 years. During scanning, participants observed a set of standardized pictures from food categories, sports, and pleasant and neutral images. We were interested in alterations of the cerebral activation to food images in association with changes in the BMI-standard deviation score (BMI-SDS) after therapy and therefore separated the observation group into two outcome subgroups. One with reduction of BMI-SDS >0.2 (responder group) and one without (non-responder group). Before therapy fMRI-activation between groups did not differ. After therapy we found the following results: in response to food images, obese children of the responder group showed increased activation in the left putamen when compared with the non-responder group. Pleasant images evoked increased insula activation in the responder group. Only the responder group showed enhanced activity within areas known to store trained motor patterns in response to sports images. Both the putamen and the insula are involved in the processing of emotional valence and were only active for the therapy responders during the observation of food or pleasant stimuli. Elevated activity in these regions might possibly be seen in the context of an increase of dopaminergic response to emotional positive stimuli during intervention. In addition, sport images activated motor representations only in those subjects who profited from the sports therapy. Overall, an altered response to rewarding and pleasant images and an increased recruitment of motor engrams during observations of sports pictures indicates a more normal cerebral processing in response to these stimuli after successful sports therapy in obese children.

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Metadaten
Author: Michael Kinder
URN:urn:nbn:de:gbv:9-002371-0
Title Additional (English):Functional imaging in obese children responding long-term sports therapy
Advisor:Prof. Dr. Heinz Lauffer
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2015/12/15
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2015/10/22
Release Date:2015/12/15
Tag:dopaminerges System
GND Keyword:Essen, Fettsucht, Funktionelle Kernspintomografie, Gefühl, Sport
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit