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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001286-8

Die Ultraschall - Elastographie bei der Befundung von Mammaläsionen: Klinische Erfahrungen des Brustzentrums Greifswald und ein Vergleich mit dem aktuellen Stand der Literatur

  • Die Ultraschall - Elastographie ist ein neues Verfahren, das in der Anwendung ähnlich aufwendig ist wie die herkömmliche Ultraschalluntersuchung. Das in den Ultraschallapparat integrierte Softwaremodul errechnet die Dehnungsfähigkeit von Gewebe und stellt diese farbkodiert dar. Dehnungsarme Befunde sind mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Malignität assoziiert als Befunde mit starker Dehnung. Ziel der prospektiven Untersuchung war es, herauszufinden, ob die Ultraschall - Elastographie für die Beurteilung von Mammaläsionen geeignet ist oder ob sie dazu beitragen kann, durch herkömmliche Methoden als unklar befundene Läsionen bezüglich ihrer Wertigkeit sicher einzuordnen. Dazu wurde die Ultraschall - Elastographie an 97 Befunden von Patientinnen des Brustzentrums Greifswald angewendet. Daneben erhielten die Befunde eine Beurteilung durch die etablierten Methoden Ultraschall und Mammographie. Die drei Methoden wurden in ihrer diagnostischen Wer tigkeit verglichen. Der Nutzen der Ultraschall - Elastographie wurde in vorliegender Arbeit an Hand der selbst erhobenen Befunde und der Ergebnisse aus der Literatur untersucht. Patientinnengut und Methoden: Es wurden 97 histologisch ungesicherte Herdbefunde sonographisch, mammographisch und elastographisch (66 benigne und 31 maligne) untersucht. Die Befunde wurden an Hand des Scores nach Ueno bezüglich des Dehnungsverhaltens bzw. nach den BIRADS Kriterien bewertet. Anschließend wurden die Befunde bioptisch gesichert. Sensitivität, Spezifität, positiv und negativ - prädiktiver Wert (PPV/NPV) und Effizienz der drei Diagnosetechniken wurden berechnet. Das Ergebnis der histopathologischen bzw. zytologischen Untersuchung galt dabei als Goldstandard. Als cutoff für die Einteilung nach Dignität wurde Score 2 (Ueno - Score) bzw. 3 (BIRADS Klassifikation) genommen. Ergebnisse: Die Sonographie erreichte eine Sensitivität von 97 % und eine Spezifität von 82 % (PPV 71%, NPV 98 %, Effizienz 87 %), die Mammographie von 84 % und 89 % (PPV 79 %, NPV 92 %, Effizienz 88 %). Die Sensitivität der Ultraschall - Elastographie lag bei 71 %, die Spezifität bei 48 % (PPV 39 %, NPV 78 %, Effizienz 56 %). Die Kombination aus Sonographie und Ultraschall - Elastographie brachte eine Sensitivität von 100 % und eine Spezifität von 38 % (PPV 43 %, NPV 100 %, Effizienz 58 %). Schlussfolgerungen: Die Ultraschall - Elastographie stellt ein einfach anwendbares Diagnoseverfahren dar. Die Effizienz der Methode in der alleinigen Anwendung zeigt im untersuchten Patientinnenkollektiv keine Vorteile gegenüber alternativen Methoden. In Kombination mit der B - Bild Sonographie aber wurde deren Sensitivität auf Kosten der Spezifität gesteigert. Die Angaben aus der Literatur zeigen insbesondere im positiven - prädiktiven Wert einen zusätzlichen Nutzen bei der Bewertung unklarer, ≥wahrscheinlich gutartiger„ Befunde (BIRADS 3 Befunde). Da sich diese Befunde häufig nach der Biopsie als gutartig herausstellen, ist für diese Ultraschallbefunde ein weiteres Beurteilungskriterium wünschenswert. Kostengründe und potentielle Komplikati- onen der Probenentnahme sprechen dafür. Bei der Befundung von Mammographiebildern ist im Hinblick auf die diagnostische Genauigkeit besonders auf das Alter und die Brustdichte zu achten, denn mit steigendem Alter u nd abnehmender Brustdichte steigt die Genauigkeit. Die Ultraschall - Elastographie kann nach Validierung durch größere Studien Einzug in den klinischen Alltag finden.
  • Purpose: This prospective study aimed to com-pare sonoelastography, B-mode ultrasonography, and mammography in terms of their ability to distinguish benign from malignant breast lesions. We also assessed how the diagnostic value of sonoelastography differs between palpable and clinically occult lesions. Materials and Methods: Evaluation revealed a total of 97 lesions (66 benign; 31 malignant) without histological confirmation at the time of the initial examination. The sensitivity, specificity, positive (PPV) and negative predictive value (NPV) as well as efficiency were calculated. These parameters were separately assessed for palpable lesions and for non-palpable lesions. We subse- quently compared these results. Results: Sonography had a sensitivity of 97% and a specificity of 82 % (PPV: 71 %, NPV: 98 %, efficiency: 87%). For mammography, the respective figures were 84% and89% (PPV:79%,NPV:92%,efficiency: 88 %). Sonoelastography had a sensitivity of 71 % and a specificity of 48 % (PPV: 39 %, NPV: 78 %, efficiency: 56 %). The combination of sonography and sonoelastography yielded a sensitivity of 100 % and a specificity of 38 % (PPV: 43 %, NPV: 100 %, efficiency: 58 %). The sensitivity and specificity were not statistically different between the groups of palpable and non-palpable lesions. Conclusion: Sonoelastography is easily performed and not very time-consuming. Used by itself, the method is not more efficacious than alternative techniques. When used in conjunction with B - Mode ultrasonography the latters sensitivity was increased, albeit at the expense of specifity.

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Metadaten
Author: Gabriel Hatzung
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001286-8
Title Additional (English):Sonoelastography in the Diagnosis of Malignant and Benign Breast Lesions: Initial Clinical Experiences
Advisor:PD Dr. Ralf Ohlinger
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2012/08/16
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2012/07/10
Release Date:2012/08/16
GND Keyword:Elastographie Brustkrebs Ultraschall Mamma Mammasonographie Ultraschallelastographie Brusttumor Elastizität
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde u. Geburtshilfe
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit