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Wasserstrahldissektion versus Ultraschallaspiration im Gehirn - Eine in-vivo Studie am Kaninchen

  • Anhand dieser Studie wurde eine Untersuchung des Wasserstrahldissektors im Vergleich zur Ultraschallaspiration in in-vivo Untersuchungen durchgeführt, um die Gewebetraumatisierung beider Dissektionsverfahren zu vergleichen. Diese Studie basiert auf einem Vergleich der operativen Eigenschaften des Wasserstrahldissektors mit dem Ultraschallaspirator in-vivo an 31 Kaninchen, unter Simulation von klinischen Bedingungen. In diesem Zusammenhang erfolgte die makroskopische und mikroskopische Beurteilung, inklusive semiquantitative Auswertungen. Unter Anwendung der verschiedenen Dissektionsverfahren zeigten sich bei allen Tieren bilaterale Corticotomien und präzise Dissektionen. Intraoperative Blutungen zeigten sich unter Anwendung des Wasserstrahldissektors weniger intensiv als beim Ultraschallaspirator. Die Hirnödembildung zeigte nur sehr geringe Unterschiede. Am 1. und 3. postoperativen Tag ließen sich in der Wasserstrahldissektorgruppe 17 und 24 Gefäße nachweisen, während in der Ultraschallaspiratorgruppe keine Gefäße gefunden wurden. Die intrakraniellen Blutungen reichten unter Anwendung des Wasserstrahldissektors selten bis in den Subduralraum, während es unter Anwendung des Ultraschallaspirators häufig zu einer Ausbreitung bis in den Subdural- und Epiduralraum kam. Die Mikro- und Makroglia zeigte unter Anwendung beider Geräte eine typische Reaktion. Die qualitative und semiquantitative Auswertung der GFAP-Reaktion zeigte vom 1. postoperativen Tag bis 6 Wochen postoperativ einen Anstieg von Grad 2 - 3 auf Grad 3,5 - 4,5, ohne jedoch das eine oder andere Operationsinstrument hervorzuheben. Bei der qualitativen und semiquantitativen Auswertung der Mikrogliareaktion zeigte sich in der Wasserstrahldissektorgruppe eine weniger starke Reaktion, als unter Anwendung des Ultraschallaspirators. Der Wasserstrahldissektor ist ein zuverlässiges und genaues Instrumentarium zur Hirngewebsdissektion. Die Anwendung des Wasserstrahldissektors scheint unter experimentellen Bedingungen am Kaninchengehirn weniger invasiv zu sein. Die Unterschiede sind jedoch sehr fein. Es wurde kein signifikanter Unterschied in der Ausbildung eines Hirnödems nachgewiesen.
  • Waterjet dissection is a reliable and accurate method for brain tissue dissection in vivo. With respect to tissue trauma, vessel preservation, and surgical blood loss, the new technology appears to be less invasive than ultrasonic aspiration under experimental conditions in the rabbit brain. The observed differences are subtle, however, and no difference was demonstrated for brain edema formation. Thus, before final conclusions can be drawn and the method considered an addition to the neurosurgical armamentarium, the results have to be confirmed in the clinical situation.

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Metadaten
Author: Dirk-Thomas Pillich
URN:urn:nbn:de:gbv:9-000737-8
Title Additional (English):Comparison of waterjet dissection and ultrasonic aspiration: an in vivo study in the rabbit brain
Advisor:Prof. Dr. Joachim Oertel, Prof. Dr. H. W. S. Schroeder, Prof. Dr. Jürgen Piek
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2010/01/23
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Medizinische Fakultät (bis 2010)
Date of final exam:2009/12/07
Release Date:2010/01/23
Tag:Hirnödem, Operationstechnik, Ultraschallaspiration, Wasserstrahldissektion, intraoperatives Trauma
brain edema, intraoperative trauma, surgical technique, ultrasonic surgical aspirator, waterjet dissector
GND Keyword:Hirnödem, Operationstechnik, Ultraschall-chirurgischer Aspirator, Wasserstrahl
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit