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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-000381-6

Unterscheidet sich eine Gruppe von Patienten nach distaler Radiusfraktur mit Handreha-Management von einer Gruppe von Patienten nach distaler Radiusfraktur ohne Handreha-Management hinsichtlich definierter Zielparameter?

  • Ziel dieser Untersuchung war, in einer Längsschnitt-Studie die Effektivität und Effizienz des Handreha-Managements der VBG zu überprüfen. Die Studie hat in der Rehabilitationsforschung, insbesondere der Unfallversicherungsträger, Modellcharakter. Erstmals wurden in einer randomisierten Studie gleichzeitig Selbstbeurteilungsinstrumente zur allgemeinen (SF-36) und spezifischen Gesundheitswahrnehmung (DASH) sowie zur Lebensqualität (EQ-5D) eingesetzt und die vollständigen Fallkosten in ihrer tatsächlichen Höhe im Verlauf erhoben. Die Stichprobengröße betrug n = 198 Patienten. In der Interventionsgruppe wurde ein definiertes Handreha-Management, mit engem Kontakt der Reha-Manager zu Patienten und behandelnden Ärzten, durchgeführt. In der Kontrollgruppe wurden die Steuerung und Überwachung des Heilverfahrens ausschließlich dem behandelnden Arzt überlassen. Seitens der Reha-Manager bestand kein von ihnen ausgehender Kontakt zu den Patienten oder behandelnden Ärzten. Die Selbstbeurteilungsinstrumente wurden in beiden Gruppen zu drei Zeitpunkten eingesetzt sowie die soziodemographischen Kerndaten und die ökonomischen Daten erhoben. In Kenntnis der Vergleichbarkeit der Schweregrade der Verletzungen in beiden Gruppen waren durchgängig Vorteile zugunsten der IG festzustellen. Die mit den Selbstbeurteilungsinstrumenten gemessenen gruppenspezifischen Unterschiede in den Verläufen von T0 zu T2 zeigten deutliche Effektgrößen über den Verlauf und zwischen den Gruppen. Die in beiden Gruppen beobachteten Verbesserungen von T0 zu T2 erreichen insbesondere bei den die körperliche Gesundheit betreffenden Skalen ein Ausmaß, das zum Teil weit über den für „große“ Effekte geltenden Werten liegt. Die Effektgrößen der körperlichen SF-36-Skalen einschließlich des Summenwerts lagen bei Werten über 1, die spezifischen Skalen des DASH sogar bei Werten über 2. Selbst die Veränderungen in den beiden Skalenwerten des EQ-5D waren mit Werten zwischen rund 0,5 und 0,9 als „mittel“ bis „groß“ zu bezeichnen. Auch die Unterschiede in den Veränderungen zwischen IG und KG liegen bei der gewählten Effektgrößenberechnung in diesem Bereich. In der IG war die Dauer der Arbeitsunfähigkeit im Mittel um 32,4 Tage je Fall kürzer. Die Gesamtkosten unterschieden sich zugunsten der IG um im Mittel 4.147,18 Euro je Fall. Die Quote an Renten auf unbestimmte Zeit betrug in der KG 8,3 % und in der IG 2,6 %. Sowohl bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit als auch bei den Renten erschienen das Monitoring der Reha-Manager und das Ergebnis einer intensiveren Übungsbehandlung als kumulative Ergebnisträger. Bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit schien der steuernde Anteil der Reha-Manager gegenüber der Übungsbehandlung den höheren Wirksamkeitsanteil zu haben. Bei den Renten schien der höhere Wirksamkeitsanteil eher bei der Übungsbehandlung zu liegen. Der Einsatz der Selbstbeurteilungsinstrumente zeigte erhebliche Krankheitsfolgen in mehreren Dimensionen der Lebensqualität. Diese Defizite deuteten auf den komplexen und zu steuernden Rehabilitationsbedarf hin. Das Handreha-Management der VBG mit seiner Intervention führte im Bereich der Verordnung von Physio- und Ergotherapie bei distalen Radiusfrakturen zu einer nach dem Unfall schneller einsetzenden, kürzeren und weniger Behandlungseinheiten umfassenden Versorgung. Höhere Therapiekosten waren, auch ohne Budgetschranken, in der Interventionsgruppe nicht zu beobachten. Dies und die mit den Selbstbeurteilungsinstrumenten gemessenen Effektgrößen untermauerten die Wertigkeit des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens. Reha-Managementverfahren, die eine strukturierte Nachbehandlung im Sinne einer kombinierten Therapie und ein Monitoring beinhalten, werden in ihrer Bedeutung und ihren Auswirkungen noch unterschätzt. Insbesondere bei der Verordnung von Ergotherapie fielen deutliche Defizite auf. Eine unterstützende Steuerung scheint daher geboten. Die Kombination beider Therapieverfahren scheint im Zusammenwirken aller Beteiligten einen größeren Behandlungserfolg zu sichern. In diesem Sinne war die Behandlungssteuerung im Kontext des Handreha-Management effektiv und effizient. Bei deutlich geringeren Kosten konnte ein besseres Outcome erreicht werden.
  • Intention of this examination was to review effectiveness und efficiency of hand rehabiliation management of VBG within a longitudinal study. This study has show case character within rehabilitation research, particularly regarding lawful accident-insurance. For the first time, self evaluation tools for the general (SF-36) and specific health perception (DASH) as well as life quality (EQ-5D) have been applied concurrently in a randomized study and data about the actual complete case costs have been collected in the course. Random sample was n = 198 patients. Defined hand rehabiliation management have been implemtened with the interventiongroup in close contact of rehab managers to patients and treating physicians. Within the control group regulating and controlling of treatment was done solely by the responsible physician. There was no existing contact from rehab-managers to the patients or treating physicians. Self evaluation tools were applied three times within both groups and socio-demographic as well as economical data have been collected. Advantages of IG were detected continously in knowledge of comparable severity codes of the insuries. Group specific differences in the course of T0 to T2 which were evaluated by self evaluation tools showed considerable effect measures of the course and in between the groups. Detected improvements within both groups from T0 to T2 reached a degree regarding physical health scales which partially widely outranged measures for high effect. Effect measures of phsysical SF-36-scales including sum measures ranged at a value higher 1, the specific scales of DASH reached values of higher than 2. Even alteration within both scales values of EQ-5D with 0,5 and 0,.9 can be claimed as “middle” to “high” effect. Alteration differences between IG and KG can be found in this range considering the chosen effect evaluation. Within IG work incapacity times were 32,4 days shorter in each case. Complete costs of treatment differed in advantage of IG with 4.147,18 Euro per case. Quote for retirement for uncertain time was 8,3 % within KG and 2,6 % within IG. Monitoring of Reha-Managers and results of a more intensive study treatment are cumulative results for shorter endurance of incapacity to work as well as retirements. Regarding endurance of incapacity to work the controlling part of reha-managers seemed to have a higher efficiency compared to the study treatment. Regarding retirements study treatment seemed to have higher efficiency. Implementation of self evaluation tools showed considerable after effects in more dimensions regarding the quality of life. These deficits suggested the complex and controlled demand for rehabiliation. Hand rehabiliation-management of VBG with its intervention including physiotherapy as well as ergotherapy lead to a faster, shorter and less treatment segments comprehensing therapy. Higher therapie costs – even without budget limits – could not be deteced within the Intervention Group. These results as well as effect values measured with self evaluation tools underline effectiveness and value of workers compensation treatment/therapy. Rehabilitation-Management including a structured post treatment in terms of a combined therapy and monitoring are still underestimated regarding its impact and effects. Particularly regarding ergotherapy considerable deficits were deteced. A supporting controlling seemed to be in demand. Combination of both therapies in collaboration of all participants seems to secure a more higher treatment success. In these terms, therapy controlling within hand rehabiliation manegement was effectiv and efficient. A better outcome could be reached with considerably reduced costs.

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Metadaten
Author: Axel Lohsträter
URN:urn:nbn:de:gbv:9-000381-6
Title Additional (English):Are there differences within a group of patients with distale radiusfracture with hand rehabiliation management to a group of patients with distale radius facturs without hand rehabiliation management regarding defined goal parameters?
Advisor:Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Prof. Dr. Thomas Kohlmann
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2007/07/06
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Medizinische Fakultät (bis 2010)
Date of final exam:2007/07/05
Release Date:2007/07/06
Tag:Assessments, distale Radiusfraktur
Assessments, distal Radiusfracture
GND Keyword:Gesetzliche Unfallversicherung, Qualitätsmanagement, Rehabilitation
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Community Medicine
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit