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Wirkung von Dopexamin an Herzkranzgefässen des Schweines

  • Vor ca. 20 Jahren hielt das synthetische Katecholamin Dopexamindihydrochlorid (Dopexamin) als Therapeutikum für das Kreislaufversagen unterschiedlicher Genese auf zahlreichen Intensivstationen Einzug. Man erhoffte sich im Vergleich zu anderen Katecholaminen zusätzlich eine besonders günstige Auswirkung auf die Protektion der physiologischen Funktion des Magen-Darm-Traktes und der Nieren während der Schockphase. In dieser Arbeit wurde die Wirkung von Dopexamin an Koronargefässen untersucht. Es wurde mit der Methode der in-vitro-Myographie die isometrische Spannungsänderung der ringförmigen vitalen Präparate der glatten Gefäßmuskulatur des RIVA vom Schweinerherzen sowohl mit als auch ohne Zusatz verschiedener vasoaktiver Substanzen und bei veränderter Kalziumhomöostase gemessen. Ein vergleichendes Experiment mit Dopamin erfolgte. Ebenfalls eine mögliche Endothelabhängigkeit der Wirkung wurde überprüft. Wir gingen von der Hypothese aus, durch Zugabe von Dopexamin eine Änderung der Kontraktilität hervorzurufen. Dabei vermuteten wir, eine Gefäßerweiterung auszulösen. Diese Vermutung stützte sich auf die in der Studienliteratur vielfach nachgewiesene Wirkung von Dopexamin an beta2- und Dopamin (DA1)- Rezeptoren. Unsere Untersuchungen erbrachten das unerwartete Resultat, dass Dopexamin an Koronararterienpräparaten des RIVA des Schweineherzens eine Vasokonstriktion hervorruft. Dopamin dagegen führt zu einer Vasodilatation. Weder eine dopaminerge noch eine beta-adrenerge Reaktion von Dopexamin am RIVA des Schweineherzens konnte nachgewiesen werden. Die dopexamininduzierte Kontraktion verläuft zum Teil unabhängig vom extrazellulären Kalziumspiegel und wird durch Kalziumantagonisten signifikant abgeschwächt aber nicht verhindert. Wahrscheinlich wird die Kontraktion partiell durch eine Freisetzung von Kalzium aus den intrazellulären Kalziumspeichern getriggert. Eine geringe aber signifikante Endothelabhängigkeit der kontraktilen Wirkung von Dopexamin war nachzuweisen.
  • About 20 years ago Dopexamine was introduced as a synthetic catecholamine in the treatment of sepsis and septic shock because of its specific properties in comparison to other catecholamines. In particular, it was expected to achieve an improved protection of physiological gastrointestinal and renal function during septic shock. Dopexamine stimulates DA1-, beta2- and to a lesser extent beta1-receptors and inhibits NA-reuptake1. This causes a large spectrum of effects in various blood vessels. We investigated the effects of Dopexamine in-vitro on the isometric tension of rings of the left anterior descending coronary artery (RIVA) of pig and compared the results to those of Dopamine. Surprisingly, we found that Dopexamine elicits a dose depending contraction of the coronary artery whereas Dopamine induces a relaxation. It is generally proved that Dopamine acts on DA1- and beta-receptors in coronary arteries. This demonstrates that Dopexamine has no dopaminergic and beta-mimetic effects on RIVA. The contraction by Dopexamine is partly independent on the extracellular Ca2+ concentration. In Ca2+ free extracellular solution as well as by addition of Ca2+ antagonists a significant reduction of the contraction can be observed even though it is not completely eliminated. This implies that this process is partly triggered by Ca2+ release from the intracellular stores. Denudation of endothelium causes a small but significant decrease of Dopexamine-induced contraction.

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Metadaten
Author: Ingrid Hackenberg
URN:urn:nbn:de:gbv:9-000807-9
Title Additional (English):Effects of Dopexamine on pig coronary arteries
Advisor:Dr. med. habil. Dragan Pavlovic
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2010/06/28
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Medizinische Fakultät (bis 2010)
Date of final exam:2010/05/06
Release Date:2010/06/28
Tag:Dopexamine, coronary artery, in vitro
GND Keyword:Dopexamin, In vitro, Koronararterie
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit