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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001474-3

Eine qualitative Untersuchung über das Krankheitsverhalten der iranischen Migranten

  • Ziel der Untersuchung war es, Vorstellungen und Verhaltensweisen der iranischen Migranten im Zusammenhang mit Krankheitsursachen zu untersuchen und darzustellen. Es war eine Notwendigkeit dieser Untersuchung zu machen, da die Ergebnisse zu einer bestimmten Migrantengruppe aufgrund ihres speziellen kulturellen und sozialökonomischen Hintergrunds und ihrer vielfältigen Vorstellungen zu Gesundheit und Krankheit nicht beliebig auf eine andere Migrationsgruppe übertragbar sind. Diese Untersuchung ergab, dass alle Probanden eine Vorstellung bezüglich der Ursache ihrer Beschwerden hatten. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen weiterhin, dass iranische Migranten/innen einzelnen Beschwerden eine Vielzahl von unterschiedlichen Erklärungen zuordnen. Des Weiteren wurde eine schulmedizinische Erklärung selten erwähnt. Das Ergebnis der Untersuchung legt nahe, dass Faktoren wie eigene Einschätzung der Krankheit und Erwartungen an die jeweilige medizinische Empfehlung, Ängste und Antriebshemmungen, Sprachbarrieren, Mangel an allgemeiner gesundheitlicher Motivation bei psychisch erkrankten Probanden, kein volles Vertrauen in das schulmedizinische System und Nichtwahrnehmen der Beschwerden als Krankheit (kulturbedingt)bei den untersuchten Probanden häufig als Ursachen für eine arztmeidende Haltung und für das Unterlassen der Prävention angesehen werden können. Die Untersuchung zeigte weiterhin, dass die Hausmedizin eine wichtige Rolle bei der Therapie der Erkrankungen der iranischen Migranten/innen in dieser Untersuchung spielt.
  • The aim of this study was to investigate ideas and behaviors of Iranian migrants in the context of disease causes. There was a need to make this investigation because the results at a particular group of migrants because of their specific cultural and socio-economic backgrounds and diverse ideas about health and disease are not transferable to any other immigrant group. This study revealed that all test persons had an idea about the cause of their symptoms. The study results also show that Iranian immigrant individual complaints as sign a number of different explanations. Furthermore, a conventional medical explanation rarely mentioned. The result of the study suggests that factors such as Own assessment of disease and expectations of the respective medical recommendation, Fears and inhibitions, Language barriers, No confidence in the medical system, Not perceiving the problems as a disease (culturally determined) The results of the persons tested show clearly that avoiding the doctor and the omission of prevention are the leading cause. The investigation also revealed that the traditional medicine plays an important role in the treatment of the Iranian immigrant diseases in this study.

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Metadaten
Author: Afshin Hossein Jan Zadeh Seresti
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001474-3
Title Additional (English):A qualitative study about the illness behavior of Iranian migrants
Advisor:Prof. Dr. Harald Jürgen Freyberger
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2013/05/06
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2013/04/22
Release Date:2013/05/06
GND Keyword:Krankheitsverhalten, Kultur, Migrant
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit