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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001516-1

Der Einfluss von Arbeitsplatzsicherheit auf die Abwehr rechtsextremistischer Orientierungen

  • Ziel: Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, den Beitrag den regionale Industrieunternehmen gegen Rechtsextremismus in ihrer Belegschaft leisten zu ermitteln und zu analysieren, welche Maßnahmen sie darüber hinaus ergreifen können, um dem Erwerb und der Verfestigung rechtsextremistischer Orientierungen bei ihren Arbeitnehmern entgegenzuwirken. Ausgegangen wurde von der Annahme, dass Unternehmen die Abwehr gegenüber rechtsextremistischen Orientierungen bei ihren Mitarbeitern begünstigen können, indem sie ein Arbeitsumfeld schaffen, das deprivationsbedingte Risikofaktoren wie Unzufriedenheit, geringes Commitment und subjektive Arbeitsplatzunsicherheit weitestgehend reduziert. Eine entsprechend gelebte Unternehmenskultur sollte sich demnach positiv auf die Abwehr der Mitarbeiter gegenüber rechtsextremistischen Orientierungen auswirken. Methode: Acht Industrieunternehmen aus vier verschiedenen Branchen nahmen an dieser Studie teil. Alle wurden in der Region Vorpommern, Deutschland, rekrutiert und hatten mehr als 100 Mitarbeiter. Insgesamt wurden die Daten von 485 Mitarbeitern zur endgültigen Analysen berücksichtigt. Es waren 141 Frauen im Alter zwischen 24 und 59 Jahre (M = 46.16, SD = 8.65) und 344 Männer im Alter zwischen 20 und 64 Jahre (M = 45.91, SD = 9.08). Ergebnisse: Eine subjektiv geringe Arbeitsplatzunsicherheit und ein hohes affektives Commitment wirken sich günstig auf die Abwehrbereitschaft der Arbeitnehmer gegenüber rechtsextremistischen Orientierungen aus. Bezüglich der Arbeitszufriedenheit ließen sich keine bedeutsamen Effekte feststellen. Darüber hinaus ist die subjektive Arbeitsplatzunsicherheit von der Höhe des affektiven Commitments abhängig. Die der Unternehmenskultur zugrundeliegenden Wertvorstellungen des Unternehmens beeinflussen die Stärke des affektiven Commitments und die Höhe der subjektiven Arbeitsplatzunsicherheit der Mitarbeiter. Es zeigt sich, dass die Unternehmenswerte damit in einem indirekten Zusammenhang mit der Abwehrbereitschaft der Mitarbeiter gegenüber rechtsextremistischen Orientierungen stehen. Zusätzlich wurde analysiert, welchen Einfluss die Persönlichkeit der Arbeitnehmer auf die untersuchten Wirkzusammenhänge hat. So wirkt sich die subjektive Arbeitsplatzunsicherheit nur bei Personen mit hoch autoritärer Persönlichkeit bzw. mit niedriger sozialer Dominanzorientierung auf die Abwehr rechtsextremistischer Einstellungen aus. Für niedrig autoritäre sowie für die hoch sozial dominanzorientierten Persönlichkeiten zeigt sich dagegen eher die Höhe des affektiven Commitment als ausschlaggebend für die Abwehrbereitschaft gegenüber rechtsextremistischen Einstellungen.
  • Aim: The aim of the present research was to determine the contribution of local industrial companies against right-wing extremism within their workforce and analyze which measures they could implement for preventing and reducing right-wing extremism. It was assumed, that companies could reduce right-wing extremism by providing a work environment that minimizes job insecurity and ensures commitment and job satisfaction. Furthermore, a positive organizational culture should aid employees in resisting right-wing orientations. Method: Eight industrial companies from four different branches participated in this study. All were located in Mecklenburg-Vorpommern, Germany, and had more than 100 employees. In total, data from 485 employees was accepted for final analyses. There were 141 women, aged between 24 and 59 years (M = 46.16, SD = 8.65), and 344 men, aged between 20 and 64 years (M = 45.91, SD = 9.08). Results: Perceived low job insecurity and high affective commitment protect against right-wing orientations, while low job satisfaction does not. Additionally, perceived job insecurity is dependent on affective commitment. In turn, a positive organizational culture leads to higher affective commitment. Furthermore, these relations are mediated by personal dispositions: Individuals with high authoritarianism and a low social dominance orientation react stronger to perceived job insecurity, while individuals with low authoritarianism and a high social dominance orientation react stronger to affective commitment.

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Metadaten
Author: Claudia Wiese
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001516-1
Title Additional (English):The impact of job security on the defense of right-wing extremist orientations
Advisor:Prof. Dr. Friedemann W. Nerdinger, Prof. Dr. Manfred Bornewasser
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2013/05/23
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2013/02/14
Release Date:2013/05/23
Tag:Arbeitsplatzunsicherheit
job insecurity, right-wing extremism
GND Keyword:Rechtsextremismus
Faculties:Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät / Institut für Psychologie
DDC class:100 Philosophie und Psychologie / 150 Psychologie