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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001781-7

Langzeituntersuchungen von Autoantikörpern bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie nach Immunadsorption

  • Bei der DCM führt eine ausgeprägte Dilatation einer oder beider Herzkammern zu einer fortschreitenden Herzinsuffizienz, wobei oft nur eine Herztransplantation die einzige Heilungsoption darstellt. Die Immunadsorption bietet bei der Behandlung der dilatativen Kardiomyopathie eine Therapieoption, welche neben der konventionellen medikamentösen Herzinsuffizienztherapie in der Pathophysiologie dieser Erkrankung angreift. Kardiotrope Autoantikörper als Folge eines inflammatorischen Autoimmunprozesses können hierbei effektiv ausgewaschen werden. In der vorliegenden Arbeit sollte der Einfluss der Immunadsorption auf die klinische Entwicklung bei DCM-Patienten über ein Jahr, in Abhängigkeit von verschiedenen Charakteristika untersucht werden. Ausserdem wurde experimentell die Wirkung von IgG-Fraktionen dieser Patienten auf isolierte Rattenkardiomyozyten vor der Immunadsorption und im Verlauf untersucht. Es sollte eine Aussage über den Effekt der Immunadsorption nach einem Jahr, besonders profitierende Patientenkollektive sowie die Korrelation von klinischer Entwicklung und messbarem Kontraktions- und Kalziumtransientverhalten an isolierten Rattenkardiomyozyten getroffen werden. Es wurden dafür jeweils die IgG-Fraktionen des Plasmas der DCM-Patienten vor der Immunadsorption, am 5.Tag nach der Intervention sowie im Verlauf nach 3, 6 und 12 Monaten unter einem Fluoreszenzmikroskop über isolierte Rattenkardiomyozyten geleitet. Nach einer Inkubationszeit von 5 Minuten wurde der kardiotrope Effekt evaluiert und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass einige Patientenproben einen negativ-inotropen, andere hingegen keinen Effekt auf das Kontraktionsverhalten der Zellen hatten. Es konnte gezeigt werden, dass vor und nach Immunadsorption eine Korrelation zwischen der klinischen Entwicklung der Patienten und experimentellen Ergebnissen besteht. Die negative-inotrope Gruppe zeigte im Verlauf deutlichere Verbesserungen hinsichtlich der linksventrikulären Pumpfunktion (LVEF) und Verminderung der linksventrikulären Dilatation. Beide Gruppen profitieren von der Immunadsorption, betrachtet man die klinische Einschätzung der Herzinsuffizienz (NYHA-Stadien) und Spiroergometriedaten. Ältere Patienten konnten nach Immunadsorption einen stärkeren Anstieg der LVEF verzeichnen als Jüngere. Es wurden Hinweise gefunden, dass eine kurze Krankheitsdauer eine schlechtere LVEF und einen höheren kardiodepressiven Effekt mit sich bringt. Außerdem scheint ein initial hoher Inflammationsgrad (MHC-II-Grad) einen nur geringen LVEF-Anstieg im Verlauf zu bewirken. Es wurden kein Einfluss des Geschlechtes oder einer Virusinfektion auf den Verlauf klinischer und experimenteller Parameter nachgewiesen. Es konnte gezeigt werden, dass eine erneut zunehmende negative Inotropie nach 12 Monaten beobachtet werden konnte.
  • Immunoadsorption therapy arises an additional option in therapy of dilated cardiomyopathy (DCM). In case of this disease dilatation of one or both ventricle and progressive heart failure comes to untimely death. Disturbances of humoral immunity have been described and a number of antibodies against cardiac cell proteins have been identified. Immunoadsorption therapy with subsequent IgG substitution (IA/IgG) enhances cardiac function, and that removal of cardiodepressant antibodies may represent one essential mechanism of this therapy. The current dissertation investigates the long-term effect of IA/IgG on the level of cardiodepressant antibodies. A total of 18 patients with DCM were observed up to 12 months after IA/IgG. Echocardiographic measurements were performed at baseline, 3, 6 and 12 months after therapy. Cardiodepressant antibodies were detected by incubation of rat cardiomyocytes with purified IgG and recording of contractility and calcium ratio. In contrast to patients without cardiodepressant antibodies before IA/IgG, patients with negative inotropic antibodies showed an improvement of left ventricular ejection fraction (LVEF). Furthermore these patients showed a decreased left ventricular diameter (LVEDD) after immunoadsorption therapy. Immediately after IA/IgG therapy, no cardiodepressant effects of IgG on isolated cardiomyocytes were detectable, and this effect remained diminished until 6 months after IA/IgG. Compared with the levels after 3 and 6 months, cardiodepressant antibodies reoccured after 12 months. However, the negative inotropic reaction is still diminished compared with the reaction before IA/IgG. Patients with cardiodepressant antibodies showed an improvement of heart failure symptoms (NYHA) and physical capacity (spiroergometry). IA/IgG therapy induces long-term reduction of negative inotropic antibodies. After 12 months, however, re-increase of negative inotropic antibodies cannot be excluded.

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Metadaten
Author: Susanne Pohle
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001781-7
Title Additional (German):Langzeituntersuchungen von Autoantikörpern bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie nach Immunadsorption
Title Additional (English):Immunoadsorption in dilated cardiomyopathy: long-term reduction of cardiodepressant antibodies
Advisor:Dr. Alexander Riad
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2014/04/09
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2014/01/30
Release Date:2014/04/09
Tag:antibodies, dilated cardiomyopathy, immunoadsorption
GND Keyword:Antikörper, Autoantikörper, IA, Immunadsorption, Immunoadsorption, dilatative Kardiomyopathie
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit