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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-001933-4

Fragebogenerhebung zur Einschätzung der Notwendigkeit von Hygienemaßnahmen zur Prävention nosokomialer Infektionen mit den Schwerpunkten Vermeidung postoperativer Wundinfektionen und Kontrolle multiresistenter Erreger

  • Hintergrund: Für die Einschätzung der Notwendigkeit einzelner Hygienemaßnahmen im Vergleich zwischen Hygienepersonal und chirurgisch tätigen Ärzten ist in der Literatur kein Messinstrument beschrieben. Der Vergleich dieser beiden Gruppen erschien von Interesse, da sich daraus Ansätze ergeben, was in der Aus- und Weiterbildung der Berücksichtigung bedarf. Methode: Es wurde nach einer Möglichkeit gesucht, bei der möglichst viele Fachkräfte beider Berufsgruppen gleichzeitig anzutreffen sind. Hierfür erschienen vor allem Kongresse der jeweiligen Berufsgruppe geeignet zu sein. Der theoriegeleitete selbstentwickelte Fragebogen wurde daraufhin auf dem 10. Internationalen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene und auf dem 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie verteilt. Außerdem wurden 100 Fragebogen an die Fachabteilungen Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie von 8 Kliniken in Deutschland verteilt. Ergebnisse: Von insgesamt 1200 Fragebögen wurden 109 Fragebögen korrekt und vollständig ausgefüllt zurückgegeben und konnten in die Arbeit einfließen. Das entspricht einer Ausschöpfungsquote von 9.4 %. Mithilfe der Datenanalyse konnte gezeigt werden, dass Hygienefachkräfte im Durchschnitt die Hygienemaßnahmen als wichtiger einstufen als das von Ärzten vorgenommen wird. Es wiesen allerdings nicht alle 30 Items des Fragebogens signifikante Unterschiede zwischen den beiden untersuchten Gruppen auf. Die Dienstjahre hatten nur bei den beiden Items ‚atraumatisches Arbeiten‘ und ‚Narkoseführung‘ einen signifikanten Einfluss auf die Bewertung. Im Vergleich der beiden Berufsgruppen zueinander stellte sich heraus, dass es signifikante Unterschiede in der Einschätzung der Bewertung einzelner Hygienemaßnahmen zwischen Hygienefachkräften und allen Ärzten, unabhängig ob Chefarzt, Oberarzt, Facharzt oder Assistenzarzt, gibt. Es zeigte sich, dass Hygienefachkräfte nicht alle abgefragten Items für wichtiger einstuften als Ärzte dies taten. Lediglich 11 der insgesamt 30 Items wurden von Hygienefachkräften als wichtiger eingestuft. Schlussfolgerung: In der Arbeit wurde ein Messinstrument erprobt, das eine Basis für weitere Untersuchungen auf dem Gebiet der Hygiene sein könnte. Allerdings sollte es noch optimiert werden und eventuell bis dahin neu auftretende Problematiken sowie Themen im Bereich der Hygiene berücksichtigen. Es konnte in dieser Arbeit die Soll-Ist-Diskrepanz aufgezeigt werden, woraus sich Implikationen sowohl für die Forschung als auch für die tägliche Arbeit in Kliniken und Praxen am Patienten ableiten lassen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass Hygienemaßnahmen ständig an Bedeutung gewinnen. So ist neben der ethischen und sozialen Komponente vor allem auch die politische und ökonomische Relevanz nicht zu unterschätzen. Kosteneinsparungen und Personalmangel führen dabei täglich zu neuen Herausforderungen.
  • Background: About the need of assessing the need of hygiene measures comparing hygiene specialists and surgeons there is no literature until now. Comparing both groups seams to be interesting, because the results show what is important and interesting in their education. Methode: We were searching for a possibility, where a big amount of both groups are represented. A good location seemed to be a congress of both groups. So the questionary survey was handed out on the 10th international congress of the german society of hospital hygiene and the 127th congress of the german society of surgery. Also 100 questionaries were sent to eight hospitals around Germany. Results: Of the 1200 questionaries 109 were given back completely filled and could have been considered in this scientific paper. There were 30 questions to be answered, but not all of them had significant differences. Comparing the both groups it turned out, that there were significant diffenrences between hygiene specialists and surgeons, no matter if they are chief physician, senior physician, consultant or intern. It also showed that hygiene specialists did not rate all of the 30 items more important than surgeons did. Only eleven of the 30 items have been rated more important. Conclusion: In this scientific paper a measure instrument was tested, which could be a good basis for further hygienic studies. It can be optimized and new problems can also be considered. It shows that there is a discrepancy between how it should be an how it is. All in all the hygiene will be more and more important in the future. Beside the ethic and the social component the political aspect and economic aspect is also very important. Saving money and lack of staff are new challenges.

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Metadaten
Author: Ramin Malek
URN:urn:nbn:de:gbv:9-001933-4
Title Additional (English):Questionary survey to assess the need of hygiene measures to avoid surgical site infections with the main focus avoid postoperative wound infections and control of multi-resistant pathogens
Advisor:Prof. Dr. Axel Kramer
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2014/06/16
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universitätsmedizin (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2014/05/26
Release Date:2014/06/16
Tag:multi-resistant pathogens, postoperative wound infections, questionary survey
GND Keyword:Fragebogenerhebung, MRSA, SSI, nosokomiale Infektion, surgical site infection
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Hygiene und Umweltmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit