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Dermatochirurgie der Akne inversa : retrospektive Datenanalyse Januar 2003 bis Mai 2014

  • Die Akne inversa ist eine schwere chronische Erkrankung, die die Patienten sehr in ihrer Lebensqualität einschränkt. Bisher wurde die Schwere dieser Erkrankung nicht ausreichend gewürdigt. Ziel dieser Studie war es, die Risikofaktoren und Charakteristika unserer Patienten, d.h. die Patienten der Greifswalder Hautklinik und somit der Region Vorpommerns, für die Erkrankung Akne inversa zusammenfassend darzustellen. Es wurde die Wirksamkeit der therapeutischen Exzision, die Zufriedenheit der Patienten sowie der psychosoziale und körperliche Einfluss der Akne inversa und der damit verbundene Leidensdruck mithilfe des DLQI und SF- 12 erforscht. Die retrospektive Analyse wurde mit 82 Patienten durchgeführt. Den zweiten Teil der Arbeit bildete die prospektive Substudie mit 41 Patienten. Die Ergebnisse unserer Studie bestätigten und erweiterten die bisherigen Erkenntnisse über die Akne inversa. Zusammenfassend konnten unter anderem folgende Ergebnisse erzielt werden: o keine Geschlechtspräferenz (45% Frauen, 55% Männer) o durchschnittliches Alter der Patienten: 38,6 Jahre o durchschnittliches Alter bei Erstmanifestation: 29,6 Jahre o mittlere Erkrankungsdauer: 9 Jahre o signifikanter Zusammenhang zwischen Erkrankungsdauer und Anzahl der Läsionen o anogenitale und axilläre Läsionen treten am häufigsten auf o Mehrfachlokalisationen bei 76,8% der Patienten o positive Familienanamnese bei 20% der Patienten o Raucheranteil von 89%, Reduktion des Raucheranteils mit Diagnose und Verlauf der Erkrankung um 26,6% o 85,4% der Patienten waren übergewichtig und 53,7% adipös o es wurde kein Zusammenhang zwischen Akne inversa und weiteren Erkrankungen gefunden Die großflächige operative Exzision gilt als einzig wirksame Therapie. Die lange Erkrankungsdauer trotz konservativer Behandlungsversuche und die Zufriedenheit der Patienten mit der operativen Therapie konnten diese Annahme bestätigen. Die Patienten schätzten mögliche entstandene Bewegungseinschränkungen als eher gering ein. Sie kamen mit der Versorgung des Hautareals nach der Operation zurecht und schienen mit der Ästhetik und dem Ergebnis der zurückgebliebenen Narbe zufrieden zu sein. 37 der 41 Patienten würden sich wieder der operativen Therapie unterziehen. Insgesamt erhielten 40,7% unserer Patienten ein Spalthauttransplantat. Dabei wurden vor allem großflächige Wundareale anschließend mit Spalthaut gedeckt. Geringer flächig exzidierte Hautareale wurden entweder primär verschlossen oder der sekundären Wundheilung überlassen. In Bezug auf die Wundheilungsfläche pro Monat, unter Beachtung der Wundgröße, erzielte die Defektdeckung mittels Spalthaut eine schnellere Heilung. Diese Ergebnisse bestätigten die Effektivität und die enorme Bedeutung der operativen Behandlung bei der Bekämpfung der Akne inversa. Eine Vorstellung welchen Einfluss die Erkrankung auf das Leben der Patienten nimmt, konnte auch die Frage nach Krankschreibungen durch die Akne inversa liefern. 80,5% der Patienten waren im Verlauf ihrer Erkrankung durchschnittlich 4,1 Monate krankgeschrieben und konnten somit ihren beruflichen Verpflichtungen nicht nachgehen. Der Einfluss der Erkrankung auf die Patienten und der damit verbundene Leidensdruck wurde weiter mithilfe des DLQI untersucht. o Gesamtscore vor der Operation: 11,7 o Im Vergleich mit der atopischen Dermatitis (DLQI 5,5), der Psoriasis (DLQI 7,0) oder anderen Formen der Akne (DLQI 7,5) beeinträchtigt die Akne inversa die Lebensqualität der Patienten stärker o Das Alter der Patienten hat Einfluss auf den DLQI o für 20 bis 30 Jährige und über 60 Jährige ergeben sich durchschnittlich die höchsten DLQI (15,4 und 14 Punkte), d.h. eine besonders starke Beeinträchtigung der Lebensqualität Der DLQI konnte durch die Operation um 4,7 Punkte gesenkt werden. Die Lebensqualität hat sich infolge der therapeutischen Maßnahme an unserer Klinik signifikant (p=0,000007651) verbessert. Hierdurch konnte die Effektivität der operativen Behandlung und der Nutzen für die Patienten nochmals bestätigt werden. Weiterhin untersuchten wir die subjektive Gesundheit mithilfe des SF- 12. o Körperliche Summenskala: 45,8 o Psychische Summenskala: 46,9 o Akne inversa Patienten sind körperlich stärker eingeschränkt als Patienten mit Essstörungen, Migräne oder Asthma o Akne inversa Patienten sind in ihrem psychischen Wohlbefinden stärker eingeschränkt als Patienten mit Herzerkrankungen, Osteoporose, Gelenk- und Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus, pulmonale Erkrankungen und Krebs Unsere Studie konnte zeigen, dass die operative Therapie eine effektive Behandlungsmethode mit einer hohen Patientenzufriedenheit ist. Zukünftig ergeben sich damit neue Ansätze für den Umgang mit der Erkrankung. Es ist wichtig, Patienten mit Akne inversa frühzeitig zu erkennen, um ihnen einen langen Leidensweg zu ersparen. Weiterhin sollten die Patienten frühzeitig von ambulanten Dermatologen und Allgemeinmedizinern zur stationären Behandlung an ein geeignetes Krankenhaus überwiesen werden. Nach operativer Entfernung der betroffenen Hautareale kann eine anschließende Spalthauttransplantation vor allem bei großflächigen Wunden eine zügige Heilungsdauer und Patientenzufriedenheit gewährleisten. Im Hinblick auf die Risikofaktoren der Akne inversa ist eine umfassende Aufklärung und Beratung notwendig. Die Patienten sollten von den behandelnden Ärzten in ihrer Lebensstiländerung unterstützt werden. Hierbei scheinen vor allem die Gewichtsreduktion und der Rauchverzicht bedeutsam zu sein.
  • Background: Acne inversa is chronic inflammatory disease which courses a strong restriction on the quality of life of patients. Radical excision of the lesions is considered the only curative therapeutic option of treatment in acne inversa. Material and Methods: The retrospective analysis considered the characteristics of 82 acne inversa patients. The prospective analysis on quality of life was accomplished with 41 patients. We examined the quality of life with the help of two established questionnaires, DLQI and SF- 12. Additi¬onally, we evaluated whether the quality of life has altered after surgical intervention. Results: This study demonstrated the high impact of acne inversa on the quality of life. Patients are burdened by acne inversa especially mentally. It was found that surgery can improve quality of life significantly (reduction of DLQI by 4.7 points). Conclusion: One of the important future aspects is a comprehensive education and advice aspecially concerning weight loss and smoking cessation. Acne inversa has a strong influence on patients life qualities and therefore they need to be identified and treated early. The study showed that split-thickness skin grafting is an effective treatment with a high satisfaction rate. It leads to a significant improvement of the quality of life.

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Metadaten
Author: Juliane Gammelin
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-22765
Title Additional (English):Dermatologic Surgery of Acne inversa : retrospective data analysis January 2013 to Mai 2014
Referee:Prof. Dr. med. Michael Jünger, Prof. Dr. med. Georg Daeschlein, PD Dr. med. Richard Kasch
Advisor:Prof. Dr. med. Michael Jünger
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2018
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2018/06/21
Release Date:2018/08/10
Tag:Dermatochirurgie
GND Keyword:Acne inversa, Akne inversa
Pagenumber:131
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit