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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-21680

You Always Meet Twice? Consecutive Mediation Efforts in African Intrastate Conflicts

  • Many intrastate conflicts see more than one mediation effort. As the sequencing of mediation efforts in intrastate conflicts is neglected in existing research, this project addresses the question how and why previous mediation outcomes have an impact on subsequent mediation onset and subsequent mediation success. Drawing on bargaining theory, it is argued that governments and rebel groups engaged in intrastate conflicts account for previous mediation outcomes in their cost-benefit calculations on subsequent mediation onset, and, should subsequent talks set on, their behaviour during subsequent mediation efforts, which influences subsequent mediation success. If mediation did not produce an agreement, the persistence of the private information problem is noted by the conflict parties. Yet, no new costs of mediation are uncovered, and hence the conflict parties will agree to subsequent mediation onset. Being aware of the necessity to overcome the private information and the commitment problem, the mediator will seek to account for the concerns of the conflict parties, and thereby work towards subsequent mediation success. If mediation produced a partial agreement, the benefits of mediation are underlined. The private information and the commitment problem seem solved with the assistance of the mediator. Subsequent mediation onset and eventually subsequent mediation success are observed. If a mediated agreement was reneged on by the rebel group, the government will refrain from further talks, pointing out the rebel group’s illegitimacy. If the government reneged on the agreement itself, it will also decide against subsequent mediation, as the previous mediation effort produced an agreement which did not mirror the power distribution in the dyad. Costs of mediation, which outweigh the benefits of it, were highlighted. Rebel groups will opt for mediation regardless which side reneged on an agreement. As both governments and rebel groups have to agree to subsequent mediation for talks to set on, subsequent mediation onset is unlikely if a mediated agreement was reneged on. Given the onset of subsequent mediation after a mediated agreement was reneged on, subsequent mediation success is unlikely to be observed, due to the previously underlined hazards of sharing private information and the persistence of the commitment problem. The theoretical argument is tested with a mixed-methods approach. The quantitative analysis accounts for mediation efforts in African intrastate conflicts between 1993 and 2007. The qualitative analysis scrutinises the mediation efforts between the Government of Uganda and the Lord’s Resistance Army. The results of both parts of analysis largely go hand-in-hand, and show that partial mediation success and mediation which did not produce an agreement have a positive impact on subsequent mediation onset in particular, but also on subsequent mediation success. Reneged on mediated agreements have a severe negative impact on subsequent mediation onset and subsequent mediation success though. By addressing the question which impact previous mediation outcomes have on subsequent mediation efforts, this research shows that mediation which does not produce an agreement is not the mediation outcome which needs to be feared by the international community. Instead, the deteriorating impact of short-lived agreements, a mediation outcome which is unaccounted for in existing research as an explanatory variable, becomes apparent. This research has important policy implications, especially for mediators, as it suggests that accepting mediation efforts to end without an agreement is more conducive for subsequent mediation efforts. Moreover, this research points towards the necessity of including reneged on agreements in mediation research as an explanatory variable more extensively, thereby shedding more light onto the dynamics at play in consecutive mediation efforts.
  • In vielen innerstaatlichen Konflikten finden mehrfach Mediationsereignisse statt. Konsekutive Mediationsbemühungen in innerstaatlichen Konflikten sind in der existierenden Forschung jedoch stark vernachlässigt. Daher adressiert diese Arbeit die folgende Fragestellung: Wie und warum beeinflussen vorherige Mediationsergebnisse den Beginn und den Erfolg darauffolgender Mediation? Basierend auf bargaining theory wird argumentiert, dass Regierungen und Rebellengruppen, die in einen innerstaatlichen Konflikt verwickelt sind, vorangegangene Mediationsergebnisse in ihre Kosten-Nutzen Kalkulationen mit einbeziehen, wenn sie entscheiden müssen, ob sie erneut an Mediation teilnehmen wollen und – sofern Mediation erneut begonnen hat – wie sie sich während einer Mediation verhalten. Dies wirkt sich wiederum auf den Mediationserfolg aus. Mediation, die ohne ein Abkommen endet, unterstreicht, wie schwer es für die beteiligten Akteure ist, das private information problem zu überwinden. Allerdings werden auch keine unerwarteten Kosten von Mediation aufgezeigt, wenn kein Abkommen zustande gekommen ist, weswegen sich die Konfliktparteien erneut für Mediation entscheiden werden. Da der Mediator sich bewusst ist, dass das private information problem und das commitment problem dazu beitragen, dass kein Abkommen erzielt werden konnte, wird der Mediator in der folgenden Mediation darauf abzielen, die Bedenken der Konfliktparteien aus dem Weg zu räumen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines Mediationserfolgs. Mediation, die ein Teilabkommen produziert hat, unterstreicht die Vorteile von Mediation. Sowohl das private information problem als auch das commitment problem scheinen mit Unterstützung des Mediators gelöst worden zu sein, weswegen das erneute Stattfinden und der Erfolg von Mediation wahrscheinlich sind. Wenn ein mediiertes Abkommen von der Rebellengruppe gebrochen wird, wird die Regierung mit der Begründung der Illegitimität der Rebellen nicht erneut an Mediation teilnehmen wollen. Sollte die Regierung selbst das Abkommen gebrochen haben, wird sie sich ebenfalls gegen Mediation entscheiden, da das Abkommen die Kräfteverhältnisse in der Konfliktdyade nicht adäquat widerspiegelt. In diesem Fall überwiegen die Kosten von Mediation für die Regierung den Nutzen. Rebellengruppen zeigen unabhängig davon, welche Konfliktpartei ein Abkommen gebrochen hat, weiterhin Interesse an Mediation. Da für den widerholten Beginn von Mediation jedoch der Konsens beider Konfliktparteien nötig ist, ist es unwahrscheinlich, dass Mediation erneut stattfindet, nachdem ein mediiertes Abkommen gebrochen wurde. Sollte dies wider Erwarten doch der Fall sein, ist es unwahrscheinlich, dass ein Abkommen zustande kommt, da das gebrochene Abkommen die Gefahren, die mit dem private information problem einhergehen, hervorgehoben hat. Zudem wurde deutlich, dass das commitment problem nicht gelöst ist. Das theoretische Argument wird mit einem Mixed-Methods-Ansatz getestet. In der quantitativen Analyse werden Mediationsereignisse, die zwischen 1993 und 2007 in afrikanischen Konflikten stattgefunden haben, untersucht. In der qualitativen Analyse werden die Mediationsbemühungen im Konflikt zwischen der Regierung von Uganda und der Lord’s Resistance Army analysiert. Die Ergebnisse der beiden Analyseteile gehen weitestgehend Hand in Hand und zeigen, dass Mediation, die in einem Teilabkommen mündete, und Mediation, die ohne Abkommen endete, einen besonders positiven Einfluss auf den erneuten Beginn von Mediation, aber auch auf deren Erfolg hat. Gebrochene Abkommen haben dagegen einen negativen Einfluss auf den Neubeginn von Mediation und deren Erfolg. Indem diese Arbeit die Frage adressiert, welchen Einfluss vorherige Mediationsergebnisse auf darauffolgende Mediationsbemühungen haben, wird gezeigt, dass Mediation, die nicht in einem Abkommen mündet, nicht von der internationalen Gemeinschaft gefürchtet werden muss. Stattdessen wird der negative Einfluss kurzlebiger Abkommen deutlich. Basierend auf den Ergebnissen dieses Forschungsprojekts können wichtige Politikempfehlungen, insbesondere für Mediatoren, abgeleitet werden. Es wird deutlich, dass Akzeptanz dafür, dass Mediation ohne ein Abkommen endet, dem Erfolg von Mediation zuträglicher ist als ein Drängen auf Unterzeichnung eines Abkommens, bei dem die Gefahr droht, dass dieses kurzlebig ist. Weiterhin zeigt dieses Forschungsprojekt auf, wie es zentral es ist, auch gebrochene Abkommen mit in die Analyse von Mediationsbeginn und –erfolg aufzunehmen, um besser zu verstehen, von welchen Faktoren konsekutive Mediationsbemühungen beeinflusst werden.

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Metadaten
Author: Levke Aduda
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-21680
Title Additional (German):Man trifft sich immer zweimal im Leben? Konsekutive Mediationsbemühungen in Afrikanischen innerstaatlichen Konflikten
Referee:Prof. Dr. Margit Bussmann, Dr. Govinda Clayton
Advisor:Prof. Dr Margit Bussmann, Dr. Govinda Clayton
Document Type:Doctoral Thesis
Language:English
Year of Completion:2018
Date of first Publication:2018/05/14
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Philosophische Fakultät (bis 31.05.2018)
Date of final exam:2017/12/06
Release Date:2018/05/14
Tag:Intrastate conflicts, Lord's Resistance Army, Mediation, Mixed methods, Third-party intervention
GND Keyword:Bürgerkrieg, Konfliktregelung, Mediation, Uganda
Pagenumber:345
Faculties:Philosophische Fakultät / Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft
DDC class:300 Sozialwissenschaften / 320 Politikwissenschaft