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Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-142260

Blutkulturdiagnostik bei Sepsis in deutschen Notaufnahmen: Eine Prozessanalyse

  • Der Goldstandard in der Diagnostik einer Sepsis ist die Abnahme von Blutkulturen. Sie wird von nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen [1,15]. In dieser Arbeit sollte der aktuelle Ist-Zustand der Blutkulturdiagnostik in deutschen Notaufnahmen anhand einer Befragung beschrieben werden und hinsichtlich der Krankenhausgröße, Mitgliedschaft im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis, des Universitätsstatus, der Trägerschaft und weiteren Merkmalen analysiert werden. Eine standardisierte Querschnittsbefragung wurde entwickelt. In diese Studie wurden 224 deutsche Notaufnahmen aus allen Bundesländern eingeschlossen. Diese Krankenhäuser repräsentieren kumulativ 103 382 Krankenhausbetten (nach Angaben des DKV). Für die meisten Notaufnahmen wurde über ein leitliniengerechtes Vorgehen bei der Abnahme berichtet. In 82,9 % der Notaufnahmen gab es einen Standard für die Abnahme, diese erfolgte gleichermaßen durch ärztliches und pflegerisches Personal. Phlebotomie-Teams existierten kaum. Bevorzugt wurde eine Abnahme über eine direkte Venenpunktion an zwei verschiedenen Stellen. Bei einem Verdacht auf eine Katheter-assoziierte Infektion wurde für lediglich 52,6 % der Notaufnahmen eine bevorzugte Abnahme aus dem verdächtigen Katheter berichtet. Für 24,6 % der Notaufnahmen stellten diese Katheter einen alternativen Abnahmeort dar. Die Anzahl der abgenommenen Blutkultursets wurde in 92,2 % der Fälle mit zwei oder mehr angegeben. Dementsprechend wurde für 7,8 % der Notaufnahmen über die Abnahme von lediglich einem Blutkulturset berichtet. Ein erstes Ergebnis der Blutkulturdiagnostik erhielten 44,4 % der Krankenhäuser innerhalb von 24 Stunden nach der Abnahme. Krankenhäuser der Schwerpunkt- und Maximalversorgung sowie Krankenhäuser mit einem hausinternen mikrobiologischen Labor erhielten häufiger ein erstes Ergebnis in unter 24 Stunden als Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung oder mit einem externen mikrobiologischen Labor. Die Anzahl der abgenommenen Blutkultursets und das Vorgehen bei einem Verdacht einer Katheter-assoziierten Infektion entsprachen in 7,8 % bzw. 22,7 % der teilgenommenen Kliniken nicht den Empfehlungen der aktuellen Sepsis-Leitlinien und bietet damit Potenzial für Verbesserungen. [1] Deutsche Sepsis Gesellschaft e. V., Brunkhorst FM et al. S3-Leitlinie Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge: Langfassung. Med Klin - Intensivmed Notfallmedizin 2020;115:37–109. https://doi.org/10.1007/s00063-020-00685-0. [15] Evans L et al. Surviving Sepsis Campaign: International Guidelines for Management of Sepsis and Septic Shock 2021. Crit Care Med 2021;49:e1063–143. https://doi.org/10.1097/CCM.0000000000005337.

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Metadaten
Author: Simon OelsnerORCiD
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-142260
Title Additional (English):Blood culture diagnostics for sepsis in German emergency departments: a process analysis
Referee:PD Dr. med. Matthias Gründling, Prof. Dr. med. Thorsten Brenner
Advisor:PD Dr. med. Matthias Gründling, Dr. med. Christian Scheer
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2026
Date of first Publication:2026/01/28
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2026/01/08
Release Date:2026/01/28
Tag:Blutkultur; Deutschland; Diagnostik; Mikrobiologie; Notaufnahme; Prozessanalyse; Sepsis
GND Keyword:Sepsis; Blutkultur; Ambulanz; Notaufnahme; Prozessanalyse; Diagnostik; Mikrobiologie
Page Number:94
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit