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Untersuchungen zur Melatoninkonzentration im Mischspeichel bei obstruktiver Schlafapnoe

  • Das Hormon Melatonin wurde 1958 als Sekretionsprodukt der Epiphyse entdeckt. Es unterliegt einem ausgeprägten circadianen Rhythmus und wird hauptsächlich nachts produziert. Ein Nachweis ist im Blut, Speichel und anderen Körperflüssigkeiten möglich. Seine physiologische Rolle beim Menschen ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Es ist beispielsweise an der Kontrolle des Schlaf-Wach-Zyklus beteiligt. Bei Jetlag sowie bei diversen Schlafstörungen kann eine veränderte Sekretion nachgewiesen werden. Die Prävalenz der obstruktiven Schlafapnoe beträgt 1-2%. Seine Ätiologie ist hauptsächlich unbekannt. Schnarchen und Tagesmüdigkeit sind typische Symptome, häufig sind außerdem kardiovaskuläre Komplikationen. In dieser Studie wird der Fragestellung nachgegangen, ob eine Beziehung zwischen der Melatoninkonzentration im Speichel und der obstruktiven Schlafapnoe besteht. Aufgrund einer engen Korrelation zwischen Melatonin im Speichel und im Blut, stellt dies eine praktische, nicht invasive Alternative zur gängigen Blutanalyse dar. Die Melatonikonzentration 48 männlicher und 50 weiblicher Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe wird mit Kontrollgruppen gleicher Altersstruktur verglichen. Die Speichelgewinnung erfolgt morgens um 7 Uhr sowie abends um 21.30 Uhr. Es kann kein signifikanter Unterschied zwischen der Gruppe der Schlafapnoiker und der Kontrollgruppe festgestellt werden. Dies gilt sowohl für die männliche als auch für die weibliche Gruppe, ebenso für beide Abnahmezeitpunkte. Unseres Wissens ist dies die erste Studie über die Beziehung zwischen obstruktiver Schlafapnoe und Melatonin im Speichel. Zur Bestätigung und Konkretisierung unserer Ergebnisse bedarf es weiterer Forschungsarbeiten.
  • In 1958 the hormon melatonin was discovered as a product of the pineal gland. It underlays a strong circadian rhythm and it is mostly produced in the night. It can be proved in blood, saliva und other body fluids. In humans its physiological role is not completely understood. For example it is involved in the control of the sleep-wake cycles. A divergent secretion is detectable by jet-lag or diverse sleep disturbances. The prevalence of obstrucive sleep apnoea amounts to 1-2%. Its etiology is mainly unknown. Typical symptoms are snoring and daytime sleepiness and it often leads to cardiovascular complications. The aim of this study is to examine if there is a relationship between the melatonin concentration in saliva and obstructive sleep apnoea. Because there is a close correlation between melatonin in saliva and blood, this method is a practicable not invasive alternative to analysis in blood. The melatonin concentration of 48 male and 50 female patients with obstructive sleep apnoea is compared with control groups of same age. Saliva is collected at 7.00 o'clock in the morning and at 21.30 o'clock in the evening. There is no significant difference between the group of sleep apnoea and the control group. This can be showed for the female und the male groups and for both moments. To our knowledge this is the first study about a relationship of obstuctive sleep apnoea and melatonin in saliva. Our results have to be confirmed by further investigations.

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Metadaten
Author: Manuela Muffler
URN:urn:nbn:de:gbv:9-000040-2
Title Additional (English):Examinations about melatonin concentration in whole saliva in obstructive sleep apnoea
Advisor:Prof. Dr. P. Meyer
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2006/07/07
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Medizinische Fakultät (bis 2010)
Date of final exam:2005/09/05
Release Date:2006/07/07
GND Keyword:Melatonin, Schlafapnoe, Speichel
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit