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Problembewusstsein von Jugendlichen beim Konsum von legalen und illegalen Drogen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr

  • Innerhalb einer Schulstudie, die an 4 Gymnasien in Vorpommern mit Hilfe eines speziell erarbeiteten anonymen Fragebogen zu Konsumgewohnheiten von legalen und illegalen Drogen und zum diesbezüglichen Problembewusstsein im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr durchgeführt wurde, erfolgte die Befragung von 205 SchülerInnen der 9. und 12. Jahrgangsstufe. 80 % der teilnehmenden SchülerInnen stellten zusätzlich Urinproben zur Verfügung. Bei den 15 Jahre alten SchülerInnen ist der Anteil der Raucher unter den Jugendlichen so groß wie bei den 18-Jährigen, nämlich fast 50 %. Darunter befindet sich der größte Anteil bei den weiblichen Raucherinnen. Das Problembewusstsein wird durch das Rauchverbot in der Schule fast überhaupt nicht angesprochen, da 86 % aller SchülerInnen der 9. Klasse auch in der Schule rauchen. Durchschnittlich 88 % der befragten Jugendlichen trinken in ihrer Freizeit Alkohol. Besonders beliebt sind alkoholische Mixgetränke, die überwiegend am Wochenende, auf Partys und Diskotheken oder anderen Feierlichkeiten getrunken werden. Bestimmte Verhaltensmuster im Straßenverkehr wurden besonders durch Fragen zum Fahr- bzw. Mitfahrverhalten bei Alkoholkonsum geprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Konsum von relativ geringen Mengen Alkohol (1-2 Gläser Bier) zwar beim Selbstfahren für 71 % der Befragten einen Hinderungsgrund für das Benutzen des Autos darstellen würde, dass man aber bei anderen, gleich stark alkoholisierten Personen durchaus bereit ist mitzufahren, u.a. auch wenn man den Fahrer für fahrtauglich hält oder nicht mehr anders nach Hause kommt. Erst bei einem größeren Alkoholkonsum (3-5 Gläser Bier) des potentiellen Fahrers würden 81 % der Jugendlichen nicht mehr ins Auto steigen. Die Ergebnisse beinhalten auch die Auswertung der Fragen nach den Erfahrungen und Erlebnissen jugendlicher Gymnasiasten mit illegalen Drogen. Bei den 15-jährigen Jugendlichen hatten bereits 40,2 % und bei den 18-Jährigen bereits 32,6 % Erfahrungen mit Cannabisprodukten. Zusätzlich zeigte sich, dass sich inzwischen auch das Einstiegsalter nicht nur für Zigaretten und Alkohol sondern auch für Drogen stark nach vorn verlagert hat. Die befragten 15-jährigen SchülerInnen waren mit 12-13 Jahren etwa 2 Jahre jünger bei erstem Drogenkontakt als die 18-jährigen Jugendlichen. Überwiegend konnten Cannabinoide - aber auch Amphetamine - in 10 % der Urinproben nachgewiesen werden. Andere Konsumdrogen waren in der Befragung z.B. Pilze, Leim, Kokain oder Lachgas. Hier zeigten sich auffällige Unterschiede bei den SchülerInnen von Schule zu Schule, so dass man vermuten darf, dass es bereits schulspezifische Konsummuster gibt. Die meisten SchülerInnen sind aus Neugier zum Drogenkonsum gekommen, sie wollten es einfach mal ausprobieren oder Freunde haben sie dazu verleitet. Im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr würde die überwiegende Mehrzahl der Jugendlichen weder ein Fahrzeug selbst unter Drogeneinfluss führen noch bei einem Drogenkonsumenten ins Auto einsteigen. Trotzdem würden 12 % der SchülerInnen selbst noch nach dem Konsum von Drogen ein Auto fahren und 34 % würden sogar zu einem Dogenkonsumenten als Beifahrer ins Auto einsteigen und mitfahren. Bei der Frage nach dem „Warum“ spielte auf der einen Seite die Einschätzung der eigenen Fahrtüchtigkeit bzw. die des Fahrers eine Rolle, auf der anderen Seite steht gerade bei den jüngeren SchülerInnen die Frage, wie man sonst nach Hause kommen soll, im Vordergrund .
  • Within a school study, which was carried at four high schools in Mecklenburg- Vorpommern with help of a specially developed, anonymous questionnaire, 205 female and male students of the 9th an 12th grade were interviewed about legal and illegal drug use in road traffic. A urine specimen was being provided by almost 80 % of the participating students. This investigation was supposed to reveal the consumer behaviour of illegal drugs. 40,2 % of all 15 year old students and 32,6 % of all 18 years old have already taken cannabis. This study has furthermore shown that not only the consumption of alcohol but also of illegal drugs has shifted to a younger entry age. On the average, the 15 year old students were two years younger than the 18 year old at their first drug contact. Mainly cannabis but also amphetamines could be established in 10 % of all urine specimens. Besides alcohol and cannabis, as the main drug, mushrooms, cocaine, glue and laughing gas were also named as a common drug. Most students started to use drugs out of curiosity. They either wanted to give it a try or they were being seduced by friends. In conjunction with road traffic a predominant majority would never drive a car while being intoxicated nor ride with a person who is on drugs. Nevertheless 12% of all students would still navigate/drive a vehicle under the influence of legal or illegal drugs and even 34% would get into the car of a drug consumer as a passenger. The evaluation of their own or someone else’s fitness to drive is one reason why students decide to do this. Especially younger students simply didn’t know how to get home, that’s basically why they decided to ride with an intoxicated chauffer/ driver.

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Metadaten
Author: Eugenia Kopas
URN:urn:nbn:de:gbv:9-000658-7
Title Additional (English):Problem awareness of teenagers concerning the consumption of legal and illegal drugs in connection with road traffic
Advisor:PD Dr. med. habil Britta Bockholdt
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2009/08/03
Granting Institution:Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Medizinische Fakultät (bis 2010)
Date of final exam:2009/06/15
Release Date:2009/08/03
Tag:Jugendliche im Straßenverkehr, Problembewusstsein, Schulstudie
drug abuse, problem awareness, pupils in conjunction with road traffic, road traffic
GND Keyword:Drogenkonsum, Straßenverkehr
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Rechtsmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit