Volltext-Downloads (blau) und Frontdoor-Views (grau)

Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-110927

Uromodulin als Marker der Nierenfunktion bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1

  • Einleitung: Die aktuell etablierten Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion sind das Serum-Kreatinin, die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), das Albumin im Urin und das Cystatin C. Bei einem Anstieg des Serum-Kreatinins sind jedoch bereits 40–50 % des Nierenparenchyms geschädigt. Das im Serum bestimmte tubuläre Nierenprotein Uromodulin (sUmod) ist ein Parameter zur Beurteilung struktureller und funktioneller Läsionen am Nierenparenchym und hängt nicht direkt von der GFR ab. Laut Studien ist die sUmod-Konzentration bei Erwachsenen mit der Nierenfunktion, Abnormitäten im Glukose-Stoffwechsel sowie mit kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert. Ziel der vorliegenden Studie war es Assoziationen von sUmod mit anderen Parametern der Nierenfunktion, biometrischen Daten und der Qualität der Stoffwechseleinstellung bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 (T1D) zu untersuchen. Zudem stellte sich die Frage, ob die T1D-Gruppe abweichende sUmod-Konzentrationen aufweist als die Kontrollgruppe ohne T1D. Patienten und Methoden: Im Rahmen dieser Studie an der Medigreif Inselklinik Heringsdorf GmbH wurden bei 135 Patienten mit T1D und bei 69 gesunden Kontrollpersonen biometrische, klinische und laborchemische Daten sowie die sUmod-Konzentration analysiert. Ergebnisse: Die mittleren sUmod-Konzentrationen in der T1D-Gruppe und in der Kontrollgruppe waren vergleichbar (201,19±103,22 ng/ml vs. 198,32±84,27 ng/ml, p=0,832). Anders als bei der gesunden Kontrollgruppe korrelierten die sUmod-Konzentrationen in der T1D-Gruppe mit folgenden Parametern: Serum-Kreatinin (p<0,0001), Alter (p<0,0001), Größe (p<0,0001), Körpergewicht (p<0,0001), Body-Mass-Index (p=0,001), tägliche Insulin-Dosis (p<0,0001), HbA1c (%) (p=0,027), standardisiertes HbA1c (mmol/mol) (p=0,028) sowie systolischer (p<0,0001) und diastolischer (p=0,006) arterieller Blutdruck. Schlussfolgerungen: Die vorliegenden Befunde zeigen, dass Kinder und Jugendliche mit T1D ähnliche sUmod-Konzentrationen aufweisen, wie die Kontrollgruppe ohne T1D. Der sUmod-Wert korrelierte jedoch nur in der T1D-Gruppe mit dem Alter, dem BMI, dem Blutdruck und einer schlechteren Nierenfunktion (Serum-Kreatinin). Außerdem waren niedrige sUmod-Werte mit hohen HbA1c-Werten und somit mit einer schlechteren Stoffwechseleinstellung assoziiert. Dementsprechend kann ein niedriger sUmod-Wert auf ein höheres Risiko einer Nierenschädigung und auf mögliche daraus resultierende kardiovaskuläre Veränderungen hinweisen. Weitere Studien sind von Bedeutung, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Download full text files

Export metadata

Additional Services

Search Google Scholar
Metadaten
Author: Sarah Lücking
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-110927
Title Additional (German):Uromodulin as a marker of renal function in children and adolescents with type 1 diabetes mellitus
Referee:Prof. Dr. med. Ralf Schiel, Prof. Dr. med. Holger S. Willenberg
Advisor:Prof. Dr. med. Ralf Schiel
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2024
Date of first Publication:2024/06/10
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2024/05/22
Release Date:2024/06/10
Tag:Diabetes mellitus Typ 1; Diabetische Nephropathie; Kinder und Jugendliche; Uromodulin
GND Keyword:Diabetes mellitus Typ 1
Page Number:121
Faculties:Universitätsmedizin / Kliniken und Polikliniken für Innere Medizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit