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Retrospektive Analyse von Rezidivraten histographisch kontrollierter Exzisionen von Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen und die Analyse der psychosozialen Belastung durch die Tumorerkrankung dieser Kohorte von 2009-2011 über einen Beobachtungszeitraum von vier Jahren
- Durch weltweit steigende Inzidenzen des Nicht-melanozytären Hautkrebses und die hohen Rezidivraten dieser Malignome entsteht einerseits eine relevante Belastung der Gesundheitssysteme als auch eine individuelle Einschränkung der Lebensqualität der Patient*innen [4, 46, 47, 60]. Der Fokus der vorliegenden retrospektiven Studie liegt einerseits auf der Untersuchung signifikanter Risikofaktoren für die Rezidiventstehung bei NMSC und andererseits auf der Erhebung und Quantifizierung der psychosozialen Belastung der Patient*innen. Eingeschlossen und eingewilligt in die Analyse haben 78 Patient*innen, die von 2009 bis 2011 ein Basalzellkarzinom oder Plattenepithelkarzinom in der Dermatologie der Universitätsmedizin in Greifswald diagnostiziert bekamen und diese histographisch kontrolliert exzidiert wurden. Ein signifikanter Parameter der Entstehung eines Basalzellkarzinomrezidivs konnte in dieser Studie bestätigt werden. Die Immunsuppression ist als bedeutsamer Risikofaktor für die Entstehung von NMSC bekannt [37, 38, 74]. Daraus ergibt sich eine engmaschige Betreuung der Patient*innen, sowie Haut-Screenings und gegebenenfalls Behandlungen risikostratifiziert [95]. Für den zweiten Teil der vorgelegten Untersuchung wurde ein auf dem DLQI basierendes Assessment zur Quantifizierung der Quality of Life entwickelt und ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertungen bei BCC- und SCC-Patient*innen zeigen auf, dass es eine deutliche interindividuelle Spanne von gar keiner zu starker emotionaler Belastung durch diese Erkrankungen gibt. Es ist die Aufgabe der Behandler*innen beziehungsweise des behandelnden Personals herauszufiltern, welche Patient*innen stärker belastet sind und gegebenenfalls psychotherapeutische Hilfe benötigen [45, 46]. Außerdem konnte aufgezeigt werden, dass vor allem die Diagnosestellung belastend für die Patient*innen empfunden wird. Dieses Wissen sollte an die gesprächsführenden Ärzt*innen herangetragen werden und zu Schulungen zu Aufklärungsgesprächen bei schwerwiegenden Erkrankungen führen. Nur wenige Patient*innen hatten weiterhin Kenntnis vom psychoonkologischen Dienst der Universitätsklinik. Auch diesbezüglich besteht eine Aufklärungspflicht der Behandler*innen. Die Untersuchungen sollten in nachfolgenden Studien mit größerer Fallzahl und längeren Beobachtungszeiträumen erfolgen, um einen erhöhten Grad an statistischer Signifikanz zu erreichen und deren Evidenz zu untermauern.
| Author: | Anna Louisa Finsterbusch |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:gbv:9-opus-117211 |
| Title Additional (German): | Retrospective analysis of recurrence rates of basal cell carcinoma and squamous cell carcinoma, treated with microscopically controlled surgery and analysis of psychological impact of this cohort from 2009 to 2011 over an observation period of four years |
| Referee: | Prof. Dr. med. Michael Jünger, Prof. Dr. Dr. med. Holger Kiesewetter |
| Advisor: | Prof. Dr. med. Michael Jünger |
| Document Type: | Doctoral Thesis |
| Language: | German |
| Year of Completion: | 2024 |
| Date of first Publication: | 2024/11/04 |
| Granting Institution: | Universität Greifswald, Universitätsmedizin |
| Date of final exam: | 2024/10/23 |
| Release Date: | 2024/11/04 |
| GND Keyword: | Basalzellkarzinom; Plattenepithelkarzinom; histographisch kontrollierte Exzision; psychosoziale Belastung; Lebensqualität; Rezidivrate; UV-Strahlung; Beruf; Rezidiv |
| Page Number: | 87 |
| Faculties: | Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten |
| DDC class: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit |
