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Die Bedeutung der diastolischen Dysfunktion bei Patient*innen mit nicht-ischämischer Dilatativer Kardiomyopathie
- Hintergrund: Definierend für die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die links- oder biventrikuläre Dilatation in Kombination mit einer Einschränkung der linksventrikulären systolischen Pumpfunktion (LVEF). Bekannt ist zudem, dass die Einschränkung der LVEF sowie die linksventrikuläre Dilatation als führende Prognosefaktoren für Hospitalisation und Tod bei der Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Pumpfunktion (HFrEF) und DCM genutzt werden können. Inwieweit die diastolische linksventrikuläre Dysfunktion bei der DCM parallel vorliegt und einen prognostischen Wert hat, ist derzeit noch unklar. Am besten erforscht ist die diastolische linksventrikuläre Dysfunktion im Rahmen der Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Pump¬funktion (HFpEF). Für diese wurde der H2FPEF-Score entwickelt. Untersucht wird das Vorliegen und der prognostische Wert der diastolischen Dysfunktion bei Patient*innen mit einer DCM quantifiziert durch den H2FPEF-Score. Methoden: Es erfolgte eine retrospektiven Analyse der Daten von 244 Patient*innen mit DCM und DCMi aus dem Sonderforschungsbereich/Transregio 19 (SFB/TR 19). Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass 30 % der Patient*innen einen H2FPEF-Score > 3 und somit auch eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine diastolische Dysfunktion haben. Die Analyse zeigte zudem, dass der H2FPEF-Score bei > 3 Punkten einen signifikanten, unabhängigen Zusammenhang mit der Mortalität hat (p = 0,02) und eine Punktzahl von > 3 im H2FPEF-Score mit einer Verdopplung der Mortalität einhergeht (HR = 1,94, p = 0,02). Außerdem konnte gezeigt werden, dass das Mortalitätsrisiko mit jeder Score-Stufe um ca. 30 % ansteigt (HR = 1,29, p = 0,02). Schlussfolgerung: Ein relevanter Anteil – in der untersuchten Kohorte etwa ein Drittel - der Patient*innen mit einer DCM hat, quantifiziert durch den H2FPEF-Score, eine diastolische linksventrikuläre Dysfunktion, die unabhängig mit der Mortalität assoziiert ist. Der H2FPEF-Score kann zur Abschätzung des Mortalitätsrisikos bei Patient*innen mit DCM genutzt werden.
| Author: | Katharina Moormann |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:gbv:9-opus-117847 |
| Title Additional (German): | The importance of diastolic dysfunction in patients with non-ischemic dilated cardiomyopathy |
| Referee: | Prof. Dr. Marcus Dörr, Prof. Dr. Frank Edelmann |
| Advisor: | Prof. Dr. Marcus Dörr |
| Document Type: | Doctoral Thesis |
| Language: | German |
| Year of Completion: | 2024 |
| Date of first Publication: | 2024/11/20 |
| Granting Institution: | Universität Greifswald, Universitätsmedizin |
| Date of final exam: | 2024/11/20 |
| Release Date: | 2024/11/20 |
| Tag: | Diastolische Dysfunktion; Dilatative Kardiomyopathie; SFB/TR 19 |
| GND Keyword: | Dilatative Kardiomyopathie; Diastolische Dysfunktion |
| Page Number: | 72 |
| Faculties: | Universitätsmedizin / Kliniken und Polikliniken für Innere Medizin |
| DDC class: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit |
