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Kaudruckableitung an ersten permanenten Molaren: Methodenvergleich der Finite Elemente-Methode (FEM) versus konventionellen Drucksensoren (Dehnungsmessstreifen)

  • Aufgrund der steigenden Prävalenz der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, nehmen die Relevanz an Prävention und Therapieentscheidung ebenfalls zu. Die Forschung am ersten permanenten Molar bekam somit stätig eine größere Bedeutung. Nach Extraktion des 6-Jahr-Molars erfolgt in der Regel der Lückenschluss über den 12 Jahr-Molar. Da allerdings der 6-Jahr-Molar in der Kauableitung eine entscheidende Rolle spielt, stellt sich die Frage, ob es Veränderungen in der Kauableitung gibt. Zur Beurteilung der Kauableitung wird zunehmend die Finite Elemente-Methode durchgeführt. Dennoch fehlt in vielen Publikationen der Bezug zur konventionellen Kraftmessung, beispielsweise über Dehnungsmessstreifen. Die Frage, welche in der vorliegenden Studie gestellt wurde, ist, ob die konventionelle Kraftmessung und die Finite Elemente-Methode (FEM) vergleichbare Ergebnisse erzielen und somit lediglich eine FEM für die Aussagekraft einer Studie angewendet werden kann. Gegenstand der Untersuchungen war ein anatomisches Modell eines humanen Schädels. Dieser wurde zur konventionellen Messung in einer Halteapparatur fixiert und mit einem manuellen Kraftmessgerät belastet. Die sechs Dehnungsmessstreifen wurden entlang der Kaudruckpfeiler platziert. Dieser Versuchsaufbau wurde in einer FEM Software reproduziert, wobei ein CT-Scan des Modells die Grundlage bildet. Mit vorliegenden Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Force Sensing Resistoren ungeeignet für die Messungen von Kraftableitungen sind. Im Vergleich dazu zeigten Dehnungsmessstreifen eine sehr gute Reliabilität (ICC 0,938) auf. Es wurde festgestellt, dass die Messungen mit Dehnungsmessstreifen und der Finite Elemente Methode vergleichbare Ergebnisse lieferten. Anhand des Korrelationskoeffizienten nach Pearson von über 0,80 zeigten vier Messpunkte einen starken Zusammenhang. Lediglich zwei Messpunkte wiesen mit Werten von 0,70 und 0,73 nur einen moderaten Zusammenhang auf. Aus den vorliegenden Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass eine Finite Elemente-Methode ebenfalls ohne konventionelle Kraftmessung aussagekräftig ist. Diese Methode kann in weiteren Studien effizient genutzt werden, um beispielsweise die Kauableitung oder die funktionelle Wirkung von kieferorthopädischen Apparaturen zu untersuchen.

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Metadaten
Author: Nicola Janina Bronfman
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-125567
Title Additional (English):Occlusal load distribution on first permanent molars: Method comparison of the Finite Element Method (FEM) versus conventional pressure sensors (strain gauges)
Referee:Prof. Dr. med. dent. Karl-Friedrich Krey, Prof. Dr. med. dent. Heike Korbmacher-Steiner
Advisor:Prof. Dr. med. dent. Karl-Friedrich Krey
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2024
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2024/11/04
Release Date:2025/01/29
Tag:Kaudruckableitung
GND Keyword:Molar
Page Number:94
Faculties:Universitätsmedizin / Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit