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Effekte okklusaler Belastung auf die Progression über 16 Jahre von Nichtkariösen Zahnhalsdefekten – Ergebnisse der „Study of Health in Pomerania“ (SHIP)

  • Aktuelle wissenschaftliche Forschungen diskutieren weiterhin einen möglichen Zusammenhang zwischen okklusaler Belastung (OW) und der Progression von Nichtkariösen Zahnhalsdefekten (NCCLs). Der bisherige Stand der Untersuchungen beschreibt unterschiedliche Möglichkeiten von Entstehungstheorien von NCCLs. Unter anderem, dass durch OW entstehende Spannungen in der zervikalen Schmelzmatrix Absprengungen in dieser Region auftreten. Viele Untersuchungen bestärken eine multifaktorielle Entstehungstheorie für NCCLs. Hier spielen mechanische, wie zum Beispiel Bruxismus als Parafunktion oder Abrieb durch Zähneputzen, aber auch chemische und genetische Aspekte eine Rolle. Chemisch wird die Zahnhartsubstanz vor allem durch Säureeinfluss verändert, was unter anderem durch häufige Zufuhr von Frucht- und Gemüsesäften oder Softdrinks, aber auch anderen Ernährungsgewohnheiten auftritt. Die nicht eindeutig geklärte Lage zur Entstehung von NCCLs und deren Zusammenhang erfordert weitere Untersuchungen zu diesem Thema. Aus diesem Grund hat sich die vorliegende Arbeit die Frage zu Grunde gelegt, ob OW einen Einfluss auf die Entstehung von NCCLs hat. Daten aus der populationsbasierten Kohortenstudie Study of Health in Pomerania (SHIP) ermöglichten einen longitudinalen Studienaufbau über 16 Jahre. Im Rahmen dieser Studie wurde mit den Probanden eine Anamnese durchgeführt. Genaue Befragung bezüglich des Lebens- und Ernährungsstils wurden ergänzt. Darüber hinaus wurden Abformungen und Gipsmodelle angefertigt. In unserer Untersuchung wurden die Größe der NCCL- sowie der OW-Flächen an digitalisierten Modellen des Ober- und Unterkiefers von 364 Studienteilnehmern vermessen. Es konnten im Quer- und Längsschnitt statistische Modellkombinationen hinsichtlich der Angewohnheiten der Probanden erstellt werden: unter anderem wurde an Alter, Geschlecht, Zahnputzangewohnheiten (zweimal oder häufiger pro Tag), Frucht- und Gemüsesaftkonsum und Sodbrennen angepasst. So konnte in der Querschnittanalyse ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Auftreten von OW und NCCLs festgestellt werden. Die Ergebnisse des longitudinalen Vergleichs zeigten eine ähnliche Tendenz, wenn auch nicht signifikant. Trotzdem sind weiterhin Studien zu dieser Thematik erforderlich, welche eventuell einen größeren Umfang haben und weitere eventuell relevante Faktoren einbeziehen.
  • Background: It is still discussed whether occlusal wear (OW) affects the formation of non-carious cervical lesions (NCCLs). Objective: To estimate effects of OW on the presence and development of NCCLs, using 16-year follow-up data from a cohort study. Methods: Occlusal and cervical defects were measured in 728 cast models (one from the upper jaw and one from the lower jaw) of 364 participants. Adjusted mixed-effects ordinal logistic models analysing estimated cross-sectional (N = 1308 teeth/291 subjects) and longitudinal (N = 718 teeth/226 subjects) associations of OW with NCCLs using tooth level data. Results: OW size was cross-sectionally (OR = 1.74; 95% CI: 1.27–2.38 for OW size; OR = 0.97; 95% CI: 0.94–0.99 for squared OW size), but not longitudinally (OR = 1.14; 95% CI: 0.99–1.30) associated with odds of higher NCCL sizes. For cross-sectional analyses, predicted probabilities of an NCCL size of 0 decreased from about 0.996 to 0.010 for OW sizes of 0 to 25. Conclusion: Results suggest an association between OW and NCCL size. However, as longitudinal results were non-significant, while consistent in direction, large-scaled cohort studies are demanded to more precisely estimate effect strength. K E Y WO R D S cohort study, cross-sectional study, epidemiology, longitudinal study, non-carious cervical lesions, occlusal wear

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Metadaten
Author: Merle GillerORCiD
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-129276
Title Additional (English):Effects of occlusal wear on 16-year progression of non-carious cervical lesions–Results of the study of health in Pomerania (SHIP-START)
Referee:Prof. Dr. Olaf Bernhardt, Prof. Dr. Hermann Lang
Advisor:Prof. Dr. Olaf Bernhardt
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2024
Date of first Publication:2025/02/12
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2025/01/21
Release Date:2025/02/12
Tag:Kohortstudie; Longitudinal; Nicht-kariöse Zahnhalsdefekte; Okklusaler Substanzverlust
GND Keyword:Längsschnitt; Querschnitt; Epidemiologie
Page Number:36
Faculties:Universitätsmedizin / Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit