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Follow-up mit Vergleich der funktionellen Untersuchungsergebnisse bei Patienten ohne und mit dorsaler subkutaner Fettlappenplastik nach Implantateinbringung am distalen dorsalen Radius
- Eine Ursache der hohen Komplikationsraten dorsaler Plattensysteme ist das durch die Implantate veränderte Strecksehnengleitlager, das zu mechanischem Abrieb und in Folge zu Strecksehnenrupturen führen kann. Ein Versuch, das Risiko von Strecksehnenirritationen zu vermindern, ist das Platzieren einer subkutanen Fettlappenplastik zwischen den dorsalen Osteosyntheseplatten und den Strecksehnen. In der vorliegenden Studie wurden die von 2020 bis 2022 erhobenen funktionellen postoperativen Ergebnisse von 29 Patienten mit subkutaner Fettlappenplastik und 26 Patienten ohne subkutane Fettlappenplastik bei Implantaten am distalen dorsalen Radius in Berliner Krankenhäusern (Vivantes Klinikum Neukölln, Vivantes Klinikum am Urban, Charité - Campus Benjamin Franklin, Unfallkrankenhaus Berlin) erhoben und diskutiert. Hierzu wurden ein für die Studie erstellter Untersuchungsbogen sowie der DASH-Fragebogen herangezogen. Die Ergebnisse von 55 Fällen wurden statistisch ausgewertet und diskutiert. Bei den 29 Patienten mit subkutaner Fettlappenplastik ereigneten sich keine Strecksehnenrupturen. Bei 10,3 Prozent der Patienten kam es zu Strecksehnenirritationen, in 28 Prozent zu Materialentfernungen, in 24,1 Prozent zu Verletzungen im Bereich des R. superficialis n. radialis, in 17,2 Prozent zu Verletzungen im Bereich des N. cutaneus antebrachii lateralis und zu durchschnittlichen DASH-Werten von 31,4 Punkten. Bei den 26 Patienten ohne subkutane Fettlappenplastik ereigneten sich ebenfalls keine Strecksehnenrupturen. In 15,4 Prozent der Fälle kam es zu Strecksehnenirritationen, in 54 Prozent zu Materialentfernungen, in 11,5 Prozent zu Verletzungen des R. superficialis n. radialis, in 3,8 Prozent zu Verletzungen des N. cutaneus antebrachii lateralis und zu durchschnittlichen DASH-Werten von 27,7 Punkten. Das Ausmaß der Supination war bei Patienten mit subkutaner Fettlappenplastik auf der operierten Seite um 11,2 Grad größer im Vergleich zu den Patienten ohne subkutane Fettlappenplastik. Diese Differenz ist signifikant. Alle weiteren Untersuchungen zeigten keine stärkeren Bewegungseinschränkungen der Funktionalität von Kraft und Bewegungsausmaß, keine größere Zunahme des Handgelenkumfanges und keine längere Arbeitsunfähigkeit als bei den Patienten ohne subkutane Fettlappenplastik.
| Author: | Sandra Marie Schmidt |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:gbv:9-opus-131898 |
| Title Additional (English): | Follow-up with a comparison of functional examination results in patients with and without dorsal subcutaneous fat flap plastic surgery after implant placement at the distal dorsal radius |
| Referee: | Prof. Dr. med. Andreas Eisenschenk, Prof. Dr. med. Martin Langer |
| Advisor: | PD Dr. med. Simon Kim |
| Document Type: | Doctoral Thesis |
| Language: | German |
| Year of Completion: | 2024 |
| Date of first Publication: | 2025/04/03 |
| Granting Institution: | Universität Greifswald, Universitätsmedizin |
| Date of final exam: | 2025/04/01 |
| Release Date: | 2025/04/03 |
| Tag: | Nervenirritationen; Ramus superficialis nervus radialis; Strecksehnenirritation; Subkutane Fettlappenplastik |
| GND Keyword: | Radiusfraktur; Ramus superficialis nervus radialis; Strecksehnenverletzungen; Dorsale Plattensysteme; Nervenirritationen; Dorsaler Zugangsweg; Subkutane Fettlappenplastik; Dorsale Implantate; Strecksehnenrupturen |
| Page Number: | 103 |
| Faculties: | Universitätsmedizin / Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin |
| DDC class: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit |
