Volltext-Downloads (blau) und Frontdoor-Views (grau)

Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-132788

Zur Entwicklung des Betäubungsmittelkonsums im Straßenverkehr in Verbindung mit einer Großveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern (FUSION-Festival) von 2005–2016

  • Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte findet in Lärz regelmäßig das FUSION-Festival mit bis zu 70.000 Besuchenden aus dem In- und Ausland statt. Die Verkehrskontrolle von potentiell berauscht an- und abreisenden Personen ist dabei Aufgabe der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommerns, die im Laufe der Jahre einen zunehmenden Kontrolldruck aufgebaut hat. In diesem Rahmen werden bei Verdachtsfällen Blutproben (gem. §81 StPO) entnommen und am Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald auf die üblichen Betäubungsmittel nach Anlage 1 zu §24a StVG untersucht. Die daraus resultierenden chemisch-toxikologischen Analyseergebnisse aus dem Untersuchungszeitraum 2005 bis 2016 wurden ausgewertet. Durch die enge Verknüpfung der Verkehrskontrollen mit dem Festival ermöglichen die Daten neben Nachweisen illegaler Substanzen im Straßenverkehr auch einen gewissen Einblick in das BtM-Konsumverhalten der Teilnehmenden des FUSION-Festivals. Cannabis und (Designer-)Amphetamine stellten dabei die am häufigsten nachgewiesenen Substanzen dar, insbesondere auch deren Mischkonsum. Trotz des durch die Polizei selektionierten Probensatzes zeigten Untersuchungen anderer Arbeitsgruppen zu Substanzkonsum auf Musikfestivals vergleichbare Ergebnissen bezüglich nachgewiesener Betäubungsmittel und deren Rangfolge der Nachweishäufigkeit. Zudem wurde deutlich, dass über den Verlauf des Beobachtungszeitraumes zunehmend weniger Ordnungswidrigkeitenverstöße gegen §24a StVG festgestellt und mehr Proben grenzwertig oder negativ auf BtM getestet wurden. Diese Tendenz zeigte sich besonders ausgeprägt innerhalb der Personengruppe mit Cannabinoidkonsum und war z.B. bei Amphetaminen weniger stark ausgeprägt. Es wird diskutiert, inwieweit der polizeilich erzeugte Kontrolldruck für ein bewussteres Konsumverhalten auf dem Festival vor der Teilnahme am Straßenverkehr gesorgt haben könnte.

Download full text files

Export metadata

Additional Services

Search Google Scholar
Metadaten
Author: Frieder Wolfart
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-132788
Title Additional (German):On the development of narcotics consumption in road traffic in connection with a major event in Mecklenburg-Vorpommern (FUSION-Festival) from 2005-2016
Referee:Prof. Dr. Britta Bockholdt, Prof. Dr. Steffen Heide
Advisor:Dr. med. Martin Dokter
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2025
Date of first Publication:2025/05/08
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2024/05/14
Release Date:2025/05/08
Tag:BtM im Straßenverkehr; Substanzkonsum Musikfestival
GND Keyword:Verkehrsmedizin , Drogenmissbrauch , Großveranstaltung
Page Number:88
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Rechtsmedizin
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit