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Modulation of bodily response to chill stimuli by impaired structural connectivity of the left insula- a functional and lesion quantification study in stroke patients
- Hintergrund: Die Insel hat eine wichtige Funktion bei der Überwachung und Integration physiologischer Reaktionen auf eine emotionale Erfahrung. Das Erleben eines Schauers (im Englischen als chill bezeichnet) als Reaktion auf akustische Reize ist ein wichtiges Beispiel für ein relevantes erregendes Erlebnis gepaart mit einer körperlichen Reaktion. Eine Gruppenstudie über veränderte chill-Erlebnisse bei Patienten mit schlaganfallbedingter Schädigung der Insel fehlt. Methoden: Wir rekrutierten 28 Schlaganfallpatienten mit vorwiegend Läsionen im Inselkortex und 14 altersentsprechenden Kontrollpersonen und nutzten chill-Reize von beiden Valenzen (Musik als angenehme und aversive Geräusche als unangenehme Stimuli). Wir analysierten Gruppenunterschiede in subjektiven Berichten über chill-Erlebnisse, damit verbundene körperliche Reaktionen (Hautleitfähigkeitsreaktion, skin conductance response= SCR), diffusionsgewichtete Bildgebung und funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Außerdem wurde eine Läsionskartierung angewendet, um Läsionsstellen zuzuordnen, die für die Beeinträchtigungen relevant sind. Neuropsychologische Defizite wurden durch umfassende Tests ausgeschlossen. Die diffusionsgewichtete Bildgebung wurde für vier Insula- Trakte mittels fraktionierter Anisotropie (FA) quantifiziert. Ergebnisse: Die Häufigkeit der Berichte über chills war zwischen den Teilnehmergruppen vergleichbar. Allerdings war die körperliche Reaktion in der Schlaganfallgruppe verringert. Während es keinen Zusammenhang zwischen dem Ort der Läsion und der SCR gab, fanden wir einen positiven Zusammenhang zwischen dem Trakt der vorderen unteren Insula und dem linken Temporalpol in der Schlaganfallgruppe für die SCR bei aversiven Geräuschen. In ähnlicher Weise war eine erhöhte fMRT-Aktivierung in Bereichen, von denen angenommen wurde, dass sie Schäden kompensieren, mit einer verstärkten körperlichen Reaktion verbunden. Schlussfolgerungen: Wir beobachteten eine Entkopplung der gefühlten Erregung und der körperlichen Reaktion nach einer Inselläsion. Die beeinträchtigte körperliche Reaktion hing mit einer beeinträchtigten Interaktion zwischen der linken vorderen Insula und dem Temporalpol zusammen.
| Author: | Lisa Witt |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:gbv:9-opus-133139 |
| Title Additional (German): | Modulation der körperlichen Reaktion auf chills durch beeinträchtigte strukturelle Konnektivität der linken Inselrinde – eine funktionelle und Läsionsquantifizierungsstudie bei Schlaganfallpatienten |
| Referee: | Prof. Dr. Martin Lotze, Prof. Dr. Daniel Sebastian Scholz |
| Document Type: | Doctoral Thesis |
| Language: | German |
| Year of Completion: | 2025 |
| Date of first Publication: | 2025/06/30 |
| Granting Institution: | Universität Greifswald, Universitätsmedizin |
| Date of final exam: | 2025/05/19 |
| Release Date: | 2025/06/30 |
| GND Keyword: | chill; insula; stroke; emotions; music |
| Page Number: | 36 |
| Faculties: | Universitätsmedizin / Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie |
| DDC class: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit |
