Volltext-Downloads (blau) und Frontdoor-Views (grau)

Bitte verwenden Sie diesen Link, wenn Sie dieses Dokument zitieren oder verlinken wollen: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-opus-135249

Profitieren Palliativpatienten von einer genuin zahnmedizinischen Betreuung? Eine Interventionsstudie auf der Palliativstation des Helios Klinikums Bad Saarow

  • Palliativpatienten leiden in der letzten Lebensphase oft an quälenden oralen Symptomen wie Mundtrockenheit, Candidiasis, Aphthen, Druckstellen und Ent-zündungen der Mundhöhle. Bisher gibt es zu dieser Thematik weder eine gute Datenlage noch ausreichend publizierte Literatur. Aufgrund der Literaturrecherchen im Rahmen der Studie und der in diesem Kontext geführten Gespräche mit anderen Palliativeinheiten ist davon auszugehen, dass bisher oft Strukturen und Konzepte für die zahnärztliche Behandlung von Palliativpatienten fehlen. Die vorliegende Studie untersuchte die Fragestellung, ob eine zahnmedizinische Begleitung und Behandlung von Palliativpatienten zu einer Verbesserung der mund-gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Linderung der Symptomlast führen und ob somit eine zahnmedizinische Betreuung Teil der palliativen Komplexbehandlung sein sollte. Die insgesamt 103 Patienten einer authentischen Stichprobe neu aufgenommener Patienten einer Palliativstation zeigte ein deutliches Versorgungsdefizit; so wiesen nur ein knappes Drittel der Patienten eine gute Mundhygiene auf, die überwiegende Mehrheit zeigte dagegen erhebliche Beeinträchtigungen, die detailliert dokumentiert wurden. Der Prä-Post-Vergleich nach einer genuin zahnmedizinischen Betreuung dieser Patienten lieferte empirische Belege für den Nutzen einer solchen palliativen Komplexbehandlung mit integrierter zahnärztlicher Betreuung. Durch regelmäßige zahnärztliche Konsultationen konnte insbesondere eine signifikante Verbesserung der Symptome klebriger Speichel, Probleme mit Sensitivitäten beim Essen und Trinken, Mundtrockenheit und schlechtsitzender Zahnersatz erzielt werden. Zudem verbesser-ten sich die Symptome Mukositis und Candidiasis. Hervorzuheben ist, dass diese Interventionen, ohne einen großen medizinischen Aufwand oder Equipment, direkt am Patientenbett durchgeführt werden können. Die positive Resonanz sowohl der Patienten als auch des Pflegepersonals unterstreicht die Notwendigkeit, die zahnärztliche Betreuung als integralen Bestandteil der palliativen Versorgung zu etablieren.
  • Despite the significant impact of oral problems on the quality of life of palliative care patients, comprehensive studies are lacking. This study is the first of its kind to address this gap by including both a dental examination and an intervention and assessing quality of life using the EORTC QLQ OH 15 questionnaire.

Download full text files

Export metadata

Additional Services

Search Google Scholar
Metadaten
Author: Sarah Uhlig
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-135249
Title Additional (English):Exploring the integration of dentistry within a multidisciplinary palliative care team
Referee:PD Dr. med Daniel Pink, Prof. Dr. Ina Nitschke
Advisor:PD Dr. med Daniel Pink
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2024
Date of first Publication:2025/07/18
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2025/07/07
Release Date:2025/07/18
Tag:oral health
GND Keyword:Palliativmedizin
Page Number:33
Faculties:Universitätsmedizin / Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit