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Untersuchungen zur Morphologie des Meatus acusticus externus im MRT und Darstellung möglicher Relationen zu Alter, Geschlecht, Größe, BMI und zu kieferorthopädischen Fehlstellungen

  • Der Meatus acusticus externus weist eine komplexe Morphologie mit großen interidividuellen Unterschieden auf. Obwohl die genaue Kenntnis über die Form wichtig für die Herstellung von Hörgeräten oder Gehörschutz ist, gibt es auf dem Gebiet noch wenig Forschung. Daher liefert diese Arbeit anhand einer großen Stichprobe der populationsbasierten SHIP-Studie Daten zu den Gehörgangsabmessungen und untersucht mögliche Einflussfaktoren. Hierzu wurden MTR-Aufnahmen von 1740 Gehörgängen im Bereich zwischen dem ersten und zweiten Knick des knorpeligen Anteils vermessen. Anschließend wurde der Einfluss von Geschlecht, Alter, Körpergröße, BMI und kieferorthopädischen Befunden auf die Größe des Gehörgangsquerschnitts untersucht. Im letzten Teil der Arbeit erfolgte eine dreidimensionale Rekonstruktion dreier exemplarisch ausgewählter Gehörgänge zur Visualisierung der individuellen morphologischen Unterschiede. Die Ergebnisse zeigten eine durchnittliche Höhe von 8,62 mm rechts und 8,42 mm links. Die Breite betrug 4,08 mm rechts und 3,93 mm links. Dies führte zu einer berechneten Gehörgangsquerschnittsfläche von 28,63 mm2 rechts und 27,15 mm2 links. Männer hatten einen größeren Gehörgangsquerschnitt als Frauen. Im Alter nahm die Querschnittsfläche leicht ab. Der BMI korellierte leicht negativ mit dem Querschnitt, wobei die deskriptive Analyse große Querschnitte bei Probanden mit einem BMI am oberen Ende des Normalgewichts und mit leichtem Übergewicht zeigte. Hinsichtlich der Auswirkungen von kieferorthopädischen Fehlstellungen auf die Größe des Meatus gab es nur signifikante Zusammenhänge bei der Okklusion und dem linken Gehörgang und bei der sagittalen Schneidekantendistanz und dem rechten Gehörgang. Alle weiteren Befunde wirkten sich nicht signifikant auf die Gehörgangsgröße aus. Der durchschnittliche Meatus acusticus externus zeigte einen ovalen Durchmesser, jedoch wichen einzelne untersuchte Exemplare stark von den ermittelten Mittelwerten ab. Diese Ergebnisse wurden durch eine dreidimensionale Rekonstruktion eines durchnittlichen, eines runden und eines sehr schmalen Gehörgangs visualisiert. Abschließend lässt sich sagen, dass der Meatus acusticus externus eine spezielle und individell unterschiedliche Morphologie aufweist, welche abhängig von verschiedenen Parametern, wie beispielsweise dem Geschlecht oder der Körpergröße ist. Es ist daher sinvoll, bei der Anpassung von Gehörschutz, oder Hörgeräten immer die individuelle Gehörgangsform zu ermitteln.

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Metadaten
Author: Lisa Hennig
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-135809
Title Additional (English):Investigations into the morphology of the external auditory canal using MRI and presentation of possible correlations with age, gender, height, BMI, and orthodontic malocclusions
Referee:Prof. Dr. Karl-Friedrich Krey, Prof. Dr. Thomas Stamm
Advisor:Prof. Dr. Karl-Friedrich Krey
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2025
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2025/07/23
Release Date:2025/08/07
Tag:Morphologie
GND Keyword:Gehörgang
Page Number:37
Faculties:Universitätsmedizin / Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit