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Untersuchung der Wirkung Kaltplasma-behandelter Dentalkomposite auf humane Keratinozyten in vitro

  • In dieser Arbeit wurden zytotoxische Effekte Kaltplasma-behandelter Dentalkomposite auf humane Keratinozyten-Kulturen experimentell untersucht und beschrieben. Hierfür wurde im ersten Teil ein reproduzierbares Verfahren für die Kompositproben-Herstellung etabliert sowie ein präziser, computergestützter Ablauf einer Kaltplasma-Behandlung ebenjener generiert. Zudem wurde ein direktes quantitatives Mikroskopie-Verfahren entwickelt und neben anderen Methoden zur Analyse der Zelleigenschaften eingesetzt. Bei den verwendeten Dentalkompositen handelte es sich um Arabesk Top, Arabesk Flow und GrandioSO (VOCO), welche nach Herstellerangaben verarbeitet wurden. Als Kaltplasmaquelle wurde der als Medizinprodukt zugelassene, mit Argon-Gas betriebene, kINPen MED genutzt und verschiedene Behandlungszeiten getestet (30s, 60s, 120s). Die Zellen wurden entweder direkt auf Kaltplasma-behandeltes Komposit gesetzt und in Medium inkubiert (direkt), oder lediglich mit einem Medium versetzt, welches seinerseits zuvor Kaltplasma-behandeltem Komposit ausgesetzt war (indirekt). Die Keratinozyten-Analyse erfolgte mittels Untersuchung der metabolischen Aktivität und des Zellwachstums sowie der Viabilität und des Sekretionsprofils nach unterschiedlichen Expositionszeiten (24h und 48h). Eine mögliche, durch Kaltplasma ausgelöste Partikelfreisetzung von Komposit, wurde mittels dynamischer Lichtstreuung untersucht. Im Ergebnis traten zum Teil signifikante, aber zumeist moderate zytotoxische Effekte Kaltplasma-behandelter Dentalkomposite auf humane Keratinozyten in Form einer reduzierten metabolischen Aktivität und Viabilität auf. Zudem zeigten sich Veränderungen im zellulären Sekretionsprofil von Entzündungsmediatoren. Die beobachteten zytotoxischen Effekte skalierten nicht linear mit der Kaltplasma-Behandlungszeit. Ein verstärktes Herauslösen von Partikeln aus Kaltplasma-behandeltem Komposit konnte nicht schlüssig nachgewiesen werden. Mithin ist ein relevantes, nachvollziehbares Risikoprofil der Kaltplasmabehandlung von Dentalkomposit mittels des kINPen MED nicht unmittelbar ersichtlich. Gleichzeitig können unter bestimmten Bedingungen zytotoxische Effekte in HaCaT Keratinozyten beobachtet werden. Obgleich die Ursache für das Auftreten ebenjener nicht eindeutig geklärt werden konnte, erscheint eine Kaltplasma-bedingte Oberflächenveränderung des Komposits hierbei ein potenziell wichtiger Faktor zu sein, dessen Untersuchung jedoch nicht Teil der vorliegenden Arbeit war und zukünftig, auch im Kontext möglicher Partikelfreisetzungen, genauer untersucht werden kann. Eine unmittelbare Kontraindikation ist basierend auf den Daten dieser Arbeit, im klinischen Kontext, vorläufig nicht ableitbar.

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Metadaten
Author: Jonas Pommerening
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-139042
Title Additional (German):Investigation of the effects of cold plasma-treated dental composites on human keratinocytes in vitro
Referee:Prof., Dr. med., Dr. med. dent. Andrea Rau, Prof., Dr. med. Steffen Emmert
Advisor:Prof., Dr. med., Dr. med. dent. Andrea Rau
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2025
Date of first Publication:2025/11/07
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2025/10/20
Release Date:2025/11/07
Tag:Dentalkomposit; In vitro; Kaltplasma; Zytotoxizität; humane Keratinozyten
GND Keyword:Kaltes Plasma; Cytotoxizität; Keratinozyt; Verbundwerkstoff; In vitro; Plasmamedizin; Zahnmedizin
Page Number:116
Faculties:Universitätsmedizin / Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie/Plastische Operationen
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit