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Stellenwert der International Classification of Functioning, Disability and Health in den Ausbildungsstrukturen der Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie – Curriculare Umsetzung in den Ausbildungseinrichtungen und deren Einfluss auf die interprofessionellen Kompetenzen der Auszubildenden und Studierenden

  • Im Rahmen der Patientenversorgung wird die interprofessionelle Zusammenarbeit auch in den therapeutischen Gesundheitsfachberufen weiter an Bedeutung gewinnen, um den Anforderungen der sich verändernden Voraussetzungen im Gesundheitswesen gerecht werden zu können. Zur Verbesserung der interprofessionellen Kommunikation kann hierbei die ICF mit ihren Fachtermini ein wichtiges Grundgerüst bieten, um den Austausch zwischen den Disziplinen zu fördern. In der vorliegenden Dissertation wurde im Rahmen der Erhebung eines Status quo bezüglich der Kenntnisse der ICF-Fachbegriffe in der Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie eine Mixed-Method-Querschnittstudie durchgeführt. Hierbei wurden zum einen die Curricula und Ausbildungsrichtlinien hinsichtlich der Implementierung der ICF ausgewertet und zum anderen die Kompetenzen der Auszubildenden und Studierenden in Bezug auf die Anwendung der ICF-Fachbegriffe im Rahmen einer Fallvignette ermittelt. Die Auswertung der Curricula zeigt, dass in der Ergotherapie die ICF in allen 16 betrachteten Curricula der Fachschulen und Hochschulen verankert ist. Innerhalb der Physiotherapie konnte die ICF als Inhalt ebenfalls in allen 22 betrachteten Curricula wiedergefunden werden. In der Logopädie ist die ICF in 13 der 15 betrachteten Curricula verankert. Das Ausmaß, die Intensität und die inhaltliche Einbettung sind in allen drei Fachbereichen stark heterogen. Auch in den Ausbildungsrichtlinien der einzelnen Bundesländer zeigt sich eine starke Heterogenität bezüglich der Integration der ICF in die Lehrpläne. In der Auswertung der Ergebnisse der Fallvignette zeigte sich, dass Auszubildende und Studierende der Ergotherapie insgesamt bessere Ergebnisse erzielen konnten als Auszubildende und Studierende der Logopädie und Physiotherapie. Ebenso zeigte sich, dass Studierende signifikant mehr richtige Antworten gaben als Auszubildende. Innerhalb der Gruppierungen der Ausbildungsrichtlinien konnten in der Ergotherapie und Logopädie keine Unterschiede festgestellt werden. In der Physiotherapie schnitten Teilnehmende aus Bundesländern ohne Ausbildungsrichtlinien oder empfehlenden Ausbildungsrichtlinien besser ab als Teilnehmende aus Bundesländern mit verpflichtenden Ausbildungsrichtlinien. In den therapeutischen Gesundheitsfachberufen zeigt sich eine starke Heterogenität in der Implementierung der ICF. Die Novellierung der Berufsgesetze und Akademisierung bedarf, auch bezogen auf die Interprofessionalität, einer richtungsweisenden Struktur.

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Metadaten
Author: Franziska Thöny
URN:urn:nbn:de:gbv:9-opus-140640
Title Additional (English):Significance of the International Classification of Functioning, Disability and Health in the training structures of occupational therapy, physiotherapy and speech therapy – Curricular implementation in training institutions and its influence on the interprofessional competencies of trainees and students
Referee:Prof. Dr. Steffen Fleßa, Priv. Doz. Dr. Heike Philippi
Advisor:Prof. Dr. Steffen Fleßa
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2025
Date of first Publication:2025/11/19
Granting Institution:Universität Greifswald, Universitätsmedizin
Date of final exam:2025/11/11
Release Date:2025/11/19
Tag:Curricula; Ergotherapie; Gesundheitsfachberufe; ICF; Interprofessionalität; Logopädie; Physiotherapie
GND Keyword:ICF; Ergotherapie; Physiotherapie; Logopädie
Page Number:155
Faculties:Universitätsmedizin / Institut für Pflegewissenschaft und Interprofessionelles Lernen
DDC class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin und Gesundheit